Wie das iOS 11 zum „Pro-iOS“ fürs iPad Pro werden könnte

Florian Matthey

Neben dem iOS 11 wird Apple zur WWDC-Eröffnung wohl auch neue iPad-Pro-Modelle vorstellen. Dazu würden auch neue Pro-Features des iOS passen. Eine Website hat jetzt fünf Forderungen für ein „Pro-iOS“ gestellt – inklusive Maus-Unterstützung.

9to5Mac fordert iOS-11-Neuerungen fürs iPad Pro.

Das iOS bremst das iPad Pro aus

9to5Mac hat eine Liste an Neuerungen zusammengestellt, die sich die Seite für die iPad-Variante des iOS 11 wünscht – um das iPad Pro wirklich zu einem „Pro“-Gerät zu machen. Der Vorwurf, dass die Hardware des iPad Pro dem Namen tatsächlich gerecht wird, das iOS aber zu viele Einschränkungen mit sich bringt, ist so alt wie das Gerät selbst – seit dem iOS 9 hat sich diesbezüglich auch nicht so viel getan.

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Benutzeraccounts, 3D Touch und besseres Multitasking

Höchste Zeit also, dass sich mit dem iOS 11 etwas ändert. Die erste Forderung von 9to5Mac gibt es schon seit Jahren: Apple soll endlich mehrere Benutzeraccounts erlauben. Immerhin gebe es immer wieder mehrere Familienmitglieder, die sich ein iPad teilen. Mit der Neuerung wäre es möglich, dass sich die Daten der einzelnen Benutzer nicht in die Quere kommen.

Eine weitere wichtige Neuerung wäre 3D Touch: Das iPhone-Feature, das Apple mit dem iPhone 6s einführte, sei unterschätzt. Immerhin handle es sich um eine Art „Rechtsklick des iOS“. Gerade bei einem iPad wäre eine solche Neuerung sehr hilfreich – wobei hierfür nicht nur eine iOS-Anpassung, sondern auch neue Hardware nötig wäre.

iPad Pro 9,7 Zoll im Test.

Die Website schließt sich außerdem den Forderungen nach einem verbesserten Multitasking an: Das 12,9-Zoll-iPad Pro könne durchaus auch mehr als zwei Apps auf einmal auf dem Bildschirm anzeigen; wünschenswert seien bis zu vier. Außerdem müsse es eine Multitasking-Übersicht zum Starten von Apps und „Drag and Drop“ zwischen mehreren Apps geben. Letzteres hatte schon letztens eine andere Website gefordert, der Entwickler Readdle hat es mit seinen Apps bereits umgesetzt.

Die überraschende Forderung: Maus-Support für Pro-Apps

Außerdem müsse es auch wirkliche Pro-Apps fürs iPad geben: Apple selbst könnte Final Cut Pro auf das Tablet bringen; das Unternehmen müsste aber auch dafür sorgen, dass Unternehmen wie Adobe mit der Creative Cloud nachziehen. Bei den Apps solle es sich nicht um „Light“-Versionen handeln, sondern um solche, die tatsächlich denselben Funktionsumfang wie auf dem Mac oder PC bieten.

Und hierfür sei letztendlich die überraschendste Forderung nötig: Apple solle Bluetooth-Mäuse wie die eigene Magic Mouse mit dem iOS unterstützen. Dabei meint die Website nicht, dass sich das gesamte iOS mit einer Maus steuern lassen soll – stattdessen soll es einzelnen Entwicklern möglich sein, eine Maus-Unterstützung zu integrieren. Einige Pro-Apps ließen sich einfach nicht ebenso gut mit einer Touchscreen-Oberfläche umsetzen.

Ob Apple einen oder mehrere dieser Wünsche mit dem iOS 11 erfüllen wird, bleibt abzuwarten – am Montag werden wir mehr wissen. Bisher ist zu den Neuerungen der neuen iOS-Version so gut wie nichts bekannt; es ist nicht einmal sicher, dass es besondere Neuerungen fürs iPad geben wird. Allerdings sind sich wohl die meisten einig, dass diese mittlerweile dringend nötig sind.

Quelle: 9to5Mac

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