iOS-App programmieren - Voraussetzungen und Tipps

Marco Kratzenberg

Guckt man sich die teilweise recht simplen Apps an, dann möchte man doch selbst eine iOS-App programmieren und reich werden. Doch dazu müsst ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Lest hier, was ihr dazu braucht.

Immer wieder hören wir von jungen Burschen, die ein Vermögen verdient haben, weil sie eine iOS-App programmieren konnten. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass es sich dabei nie um wirkliche Programmier-Anfänger gehandelt hat. Gewisse Grundkenntnisse in der Programmierung sollten vorhanden sein. Wer also zum Beispiel C++, C# oder Java beherrscht, hat schon mal gute Vorausetzungen. Apples „Objective-C“ ist nämlich die Voraussetzung dafür eine App fürs iPhone oder iPad zu programmieren.

Fünf interessante Features von iOS 10.

Voraussetzungen der iOS-App-Programmierung

Wer bis jetzt auf einem Linux- oder Windows-PC programmiert hat, muss umdenken! Um eine iOS-App programmieren zu können, muss man zuallererst einen Apple-Rechner anschaffen. Denn nur dort läuft jenes SDK (Software Development Kit), das die Voraussetzung für die Programmierung von iPhone-Apps ist. Darin enthalten sind die XCode-Tools, die ihr unbedingt braucht, um Apps für Apple-Geräte zu entwickeln.

Laut den Lizenzbedingungen, denen sich jeder iOS-Programmierer zu unterwerfen hat, muss der Code in Objective-C, C++ oder C geschrieben werden. Das schränkt die Möglichkeiten einer gleichzeitigen Entwicklung für mehrere mobile Betriebssysteme schon mal ein. Nachdem ihr euch in das System eingearbeitet und im schlimmsten Fall bis jetzt schon reichlich Geld ausgegeben habt, könnt ihr die nächste Voraussetzung erfüllen.

Als Apple-Entwickler registrieren

Wer eine iPhone-App programmieren will, kann nicht einfach loslegen und dann seine App anbieten. Bei Apple führt kein Weg am App Store vorbei. Und um dort Apps einstellen zu dürfen – die zuerst noch gründlich kontrolliert werden – müsst ihr als Apple-Entwickler registriert sein.

Dazu geht ihr zuerst zu Apples Developer-Seite (englischsprachig). Dort klickt ihr auf den Button „Enroll“, um euch anzumelden. Nachdem ihr einen Haufen Bedingungen abgenickt habt, dürft ihr unter anderem noch eure Kreditkartendaten angeben, denn auch das kostet wieder Geld.

Meldet ihr euch als Unternehmen an, braucht ihr u.a. eine D-U-N-S Nummer. Die bekommt ihr ausnahmsweise kostenlos hier. Außerdem sind dann noch zahlreiche andere Angaben nötig. Ihr braucht unter anderem eine Kopie des Handelsregisterauszugs und eine Vollmacht des Geschäftsführers.

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Die iOS-App an Apple senden

Wie bereits erwähnt, werden Apps vor ihrer Freigabe bei Apple geprüft. Es geht zum einen um die Sicherheit, zum anderen darum, dass alle Bedingungen eingehalten werden, die teilweise recht skurril sind. Über das Portal iTunes Connect sendet ihr eure Apps an Apple.

Und dann heißt es, sich in Geduld zu üben. Angeblich wird der Großteil der Apps innerhalb einer Woche überprüft. Aber man liest immer wieder Berichte darüber, dass es in Wirklichkeit Wochen dauert. Und auch dann könnt ihr nicht sicher sein, endlich Geld zu verdienen. Häufig werden Apps abgelehnt, weil sie angeblich die Lizenzbedingungen nicht erfüllen oder nicht stabil genug sind. Außerdem gehen viele iOS-Programmierer davon aus, dass Apple gnadenlos jene Apps zensiert, die Apple nicht passen oder zu eigenen Entwicklungen in Konkurrenz treten.

Schließlich solltet ihr alles vermeiden, mit dem ihr an Apple vorbei Geld verdienen könntet. Abo-Modelle sind nur erlaubt, wenn Apple mitverdient. Sollte man in der App für etwas bezahlen können, ohne dass es über ein Apple-Konto läuft, wird die App gleich abgelehnt.

Bei diesen Voraussetzungen solltet ihr euch vorher sehr gut überlegen, welche iOS-App ihr programmieren wollt. Niemand braucht das hundertste Solitär-Spiel. Und manchmal kann es tatsächlich lohnender sein, die App kostenlos abzugeben und bei entsprechender Verbreitung an App-interner Werbung zu verdienen.

Das iPhone-Feature-Quiz: Ab wann gab es eigentlich…?

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