Googles Zahlungen an Apple enthüllt: Warum gibt es Schützenhilfe für die Konkurrenz?

Thomas Konrad 1

Wer mit iPhone, iPad oder Mac im Internet sucht, sucht in den allermeisten Fällen mit Google. Wie viel das dem Apple-Konkurrenten wert ist, hat nun ein Analyst vorgerechnet.

Googles Zahlungen an Apple enthüllt: Warum gibt es Schützenhilfe für die Konkurrenz?

Google-Suche in Safari könnte 9 Milliarden US-Dollar kosten

In Apples Webbrowser Safari ist die Google-Suche Standard – auf jedem iPhone, jedem iPad und jedem Mac. Dafür könnte Google im Jahr 2018 stolze neun Milliarden US-Dollar an Apple bezahlen, schätzt Goldman-Sachs-Analyst Rod Hall. Erstaunlich ist die Summe auch deshalb, weil sie weit über der des letzten Jahres liegt.

Schätzungen zufolge soll Google für die Einbindung der eigenen Suchmaschine in Safari im Jahr 2017 rund drei Milliarden US-Dollar an Apple bezahlt haben. Die Summe richtet sich laut Hall nach der Anzahl der Suchanfragen, die Apple-User über Siri oder direkt im Browser durchführen. Das hat auch Konsequenzen für die Zukunft.

Apple vs. Google, iOS vs. Android, iPhone XS Max vs. Galaxy Note 9 – hier im Video:

iPhone XS Max vs. Samsung Galaxy Note 9.

Google-Suche in Safari: Wie wichtig ist Apple für den Internet-Riesen?

Die Summe, die Google für das Suchvorrecht ausgeben muss, dürfte weiter steigen – vielleicht schon auf zwölf Milliarden US-Dollar im Jahr 2019, meint Rod Hall. Für Google soll sich die Ausgabe aber lohnen: „Wir glauben, dass Apple eine der größten Quellen für Suchanfragen ist“, schrieb der Analyst in einer Notiz an Investoren.

Seit einiger Zeit erlaubt es Apple seinen Nutzern zwar, die Standard-Suchmaschine in Safari selbst auszuwählen. Dafür muss man jedoch in die Tiefen der Systemeinstellungen vordringen. Wer das tut, findet dort neben Google auch Yahoo, Bing und DuckDuckGo. Welche Suchmaschine nutzt ihr?

Übrigens: Apples Partnerschaft mit Google auf dem iPhone reicht bis zum ersten Apple-Smartphone zurück. Schon damals suchte mit Google, wer im mobilen Safari-Browser einen Suchbegriff eintippte. Neben der Safari-Suche lieferte Google bis 2012 auch das Kartenmaterial für die entsprechende iOS-App. Nicht zu vergessen ist außerdem die Youtube-Applikation, die Apple eigens für den kurz zuvor gestarteten Internet-Video-Dienst entwickelt hatte.

Quelle: Businessinsider (nur Abonnenten) via heise.de 

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung