iOS 12 für iPhone: Diese Funktion könnte euch zum Wahnsinn treiben

Holger Eilhard

Mit dem ab kommenden Herbst verfügbaren iOS 12 wird Apple unter anderem den Umgang von Push-Mitteilungen deutlich überholen. Dazu gehört aber auch eine neue Funktion, welche möglicherweise für ein Chaos in der Nachrichtenzentrale eures iPhone oder iPad sorgen kann.

iOS 12 für iPhone: Diese Funktion könnte euch zum Wahnsinn treiben
Bildquelle: GIGA.

iOS 12: „Provisorische Autorisierung“ erlaubt Push-Nachrichten ohne Zustimmung

Wer bislang eine neue App auf iPhone oder iPad installiert, wird häufig direkt beim ersten Start darum gebeten, diverse Berechtigungen freizugeben. Dazu gehört neben dem Zugriff auf den Standort oder das Adressbuch auch die Frage, ob die App euch Push-Benachrichtigungen senden darf. Einmal aktiviert erscheinen diese dann üblicherweise auch standardmäßig direkt auf dem Sperrbildschirm.

Mit iOS 12 wird sich dieses Vorgehen für die Kurzmitteilungen der Apps ändern, wie Apple im Rahmen der Entwicklerkonferenz WWDC in der vergangenen Woche mitteilte. Die entsprechende Ankündigung kann im Video mit dem Titel „What’s New in User Notifications“ (Session 710) auf Apples Website ab Minute 30 angesehen werden.

Das Problem beim bisherigen Vorgehen, so Apple, ist, dass der Anwender direkt nach der Installation einer neuen App gar nicht weiß, wie die Push-Mitteilungen der Anwendung überhaupt aussehen werden. Entwickler haben daher ab iOS 12 die Möglichkeit die „Provisorische Autorisierung“ für ihre Apps zu aktivieren.

Hier sind einige der Highlights der diesjährigen WWDC:

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7 Highlights der Apple-Keynote.

„Provisorische Autorisierung“ in iOS 12: Push-Mitteilungen landen direkt in der Nachrichtenzentrale

Hat sich der Entwickler dazu entschlossen, diese Möglichkeit zu nutzen, wird der Anwender nicht gefragt, ob er die Mitteilungen generell sehen möchte oder nicht. Um den Nutzer jedoch nicht mit Mitteilungen auf dem Sperrbildschirm zu überladen, werden die Nachrichten standardmäßig nur in der Nachrichtenzentrale angezeigt. Ein Ton wird bei der Zustellung derartiger Nachrichten ebenfalls nicht wiedergegeben.

Um das mögliche Chaos in der Nachrichtenzentrale — nicht nur durch diese „Provisorische Autorisierung“ — besser steuern zu können, erlaubt iOS 12 dem Nutzer eine direktere Möglichkeit die Nachrichtenzustellung durch eine App zu unterbinden. Dazu muss lediglich die Vorschau einer entsprechenden Nachricht geöffnet werden. Hier kann dann gewählt werden, ob man derartige Benachrichtigungen in Zukunft sehen will oder eben nicht. Will man die Nachrichten einer App weiterhin sehen, kann dann auch optional die Darstellung auf dem Sperrbildschirm aktiviert werden.

Entwickler dürften sich über die neue Möglichkeit durchaus freuen, da sie dem Nutzer nun zum Beispiel nicht länger erst erklären müssen, warum man die Zustellung von Push-Mitteilungen erlauben sollte. Stattdessen können sie einfach einige Beispiele liefern und den Nutzer dann entscheiden lassen.

Auf der anderen Seite dürfte es auch einige schwarze Schafe unter den Entwicklern geben, welche die „Provisorische Autorisierung“ dazu nutzen werden, um den Anwender mit Nachrichten zu überfrachten. Dank der deutlich einfacheren Deaktivierung von Push-Mitteilungen in iOS 12 lässt sich dies jedoch schnell verhindern.

Quelle: Apple via iphone-ticker.de

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