iOS-Apps für macOS: Apples Pläne könnten sich verzögern

Florian Matthey 1

Apple will macOS und iOS in Zukunft angeblich ein Stück verschmelzen lassen – allerdings nicht in Form von Touchscreen-Macs, sondern in Form von einer macOS-Unterstützung von iOS-Apps. Möglicherweise verzögern sich die Pläne aber ein wenig.

iOS-Apps für macOS: Apples Pläne könnten sich verzögern
Bildquelle: Holger Eilhard/GIGA.

Apple will iOS- und macOS-App-Welten verschmelzen

Bereits im Dezember letzten Jahres kam das Gerücht auf, dass es Apple Entwicklern bald ermöglichen will, universelle Apps zu entwickeln, die sowohl mit macOS als auch iOS funktionieren würden. In erster Linie geht es dabei natürlich um iOS-Apps für den Mac: Während der iOS-App Store weiterhin boomt, ist der Markt an Mac-Apps weiterhin vergleichsweise überschaubar – gerade wenn es um einige spezielle App-Kategorien wie Spiele geht.

Damals hieß es, dass Apple das Projekt „Marzipan“ bereits als Teil von iOS 12 und macOS 10.14 vorstellen würde. Diese wird Apple bekanntlich im nächsten Monat auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorstellen. Jüngsten Gerüchten zufolge könnte es aber auch mit iOS 13 oder macOS 10.15, also erst ein ganzes Jahr später so weit sein.

iOS-Apps für den Mac: Doch erst 2019?

Der üblicherweise gut informierte Blogger John Gruber berichtet, dass Apple einen Startschuss für das Projekt „Marzipan“ – das mittlerweile Apple-intern einen anderen Namen habe – erst für das Jahr 2019 plane. Dies würde zu einer grundlegenden Überarbeitung der Benutzeroberfläche von iOS passen, die Apple für iOS 13 plane – tatsächlich wäre es sechs Jahre nach iOS 7 vielleicht Zeit dafür.

Auch ist sich Gruber nicht ganz sicher, ob die Umschreibung „universelle Apps“ wirklich passt: Vielmehr könnte es sich auch um eine Vereinheitlichung der Entwicklung von Benutzeroberflächen-Elementen handeln, die eine separate Anpassung an die Desktop-Oberfläche des macOS und die Touchscreen-Oberfläche des iOS vereinfachen würde. Tatsächlich iOS-Apps auf einem Mac laufen zu lassen wäre aber etwas anderes.

Wie die Zukunft von macOS – ob mit oder ohne universelle Apps – aussehen könnte, seht ihr in unserer Bilderstrecke.

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Universelle iOS- und macOS-Apps: Es ist kompliziert

Mark Gurman von Bloomberg, der das „Marzipan“-Gerücht im Dezember in die Welt gesetzt hatte, hat Grubers Bericht seinerseits bereits bei Twitter kommentiert. Seine Erklärung macht die Informationslage aber letztendlich noch verwirrender: Das, was Gruber beschreibt, seien Projekte des Swift-Teams – also das Team, das Apples Programmiersprache Swift weiterentwickelt.

Es gebe in einem so großen Projekt „über mehrere Jahre und mit mehreren Schritten“ viele „Einzelteile“, so Gurman weiter – was sich wiederum ebenfalls so anhört, als stünde die Verschmelzung der iOS- und macOS-App-Welten nicht direkt vor der Tür. Vielleicht werden wir aber zur WWDC weitere Schritte in diese Richtung präsentiert bekommen.

Quelle: Daring Fireball via MacRumors, 9to5Mac

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