Versäumte iPhone- und Mac-Aktualisierungen: Gibt’s den „Update-Muffel” noch?

Sven Kaulfuss 2

Wer zu den „Update-Muffeln“ gehört, der ignoriert geflissentlich Apples Aktualisierungshinweise und lebt gefährlich. Das neueste System für iPhone, iPad oder den Mac kann diese Spezies nicht entzücken. Doch es gibt Hoffnung für Betroffene, bin ich doch das beste Beispiel für Besserung.

Versäumte iPhone- und Mac-Aktualisierungen: Gibt’s den „Update-Muffel” noch?
Bildquelle: pixabay (Hund) und Apple (Icons).

Fleißige Stammleser werden sich vielleicht noch erinnern. In diesem – zugegeben – etwas provokanten Kolumnentitel, thematisierte ich im Januar meine persönliche Faul- und Trägheit:

iPhone- und Mac-Updates: Update-Muffel leben gefährlich

Noch Monate oder gar Jahre nach dem neuesten Update nutzte ich meine privaten Geräte oftmals mit veralteten Systemen – iOS und macOS stagnierten in ihrem Dasein auf meinem iPhone, iPad und dem MacBook Pro. Der Verzicht auf etwaige neue Features wäre ja unproblematisch, offene Sicherheitslücken sind es aber nicht. Doch wie wohl nicht wenige Zeitgenossen ignorierte auch ich diese offensichtliche Tatsache: Mir passiert schon nichts. Mit ähnlichen „Argumenten“ wehrte sich wohl auch unsere Elterngeneration einst gegen die Gurtpflicht hinterm Steuer. Am Ende ein gefährlicher Selbstbetrug. Denn steht das Tor zu iPhone, iPad und Mac offen, ist der Schutz der eigenen Daten über kurz oder lang in Gefahr.

Update-Muffel kommen müssen auf diese Features von iOS 12 verzichten: 

12 Funktionen von iOS 12.

Der erste Schritt zur Besserung ist daher gepflastert mit dem Mut, die Wahrheit auszusprechen. Das tat ich nun Anfang des Jahres und gelobte Besserung, indem ich im ersten Schritt das damalige aktuelle iOS 11 meinem iPhone 7 spendierte. Das Vorhaben gelang, auch mein iPad Air freute sich über das Update. Nur das MacBook Pro musste auf macOS High Sierra noch etwas länger warten. Doch schlussendlich konnte ich auch in diesem Punkt meinen inneren Schweinehund besiegen. Positiver Nebeneffekt: Der Mac wurde sichtlich schneller, werden mit dem Update doch auch gleichzeitig alle Daten auf der SSD optimiert. Ein echter Segen für die tägliche Arbeit – alles so schön flott wieder.

Droht der Rückfall?

Doch die Gefahr des Rückfalls in alte „Muffelzeiten“ ist noch nicht vollends vom Tisch, denn iOS 12 und macOS 10.14 Mojave finden sich noch nicht bei mir installiert – damit gehöre ich zur knappen Hälfte der Anwender, die die Aktualisierungen ebenso noch nicht eingespielt haben. Aktuell warte ich nämlich das jeweils erste größere Service-Update ab. Immerhin – auch dies ist nicht von der Hand zu weisen – verursachen Apples jährliche System-Updates hier und da lästige Inkompatibilitäten. Besonders beim Mac ist dies problematisch, da der Rechner als Arbeitspferd herhalten muss. Doch Apple trifft nicht unbedingt die Schuld, oftmals sind es dann die App-Hersteller, die ein notwendiges Update ihrer Anwendungen zum Launch des Systems versäumen.

Unwissenheit schützt vor „Strafe“ nicht, zumindest bei Ersterem können wir helfen:

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iPad- und iPhone-Update: So aktualisiert man iOS.

Vor dem Update ein Backup machen: Beim Mac helfen diese externen Festplatten *

Vorschlag zur Güte: Vielleicht weniger größere System-Updates, dafür mehr kleinere Sicherheitsupdates zwischendurch. Dann muss man nicht unbedingt den großen Schritt vollziehen, muss aber nicht auf Sicherheit verzichten. Auch dies adressierte ich bereits im Rahmen meiner Kolumne:

Andererseits wäre dann der Aufschrei der Anwender vorprogrammiert, die auf jährliche Updates von iOS und macOS nicht verzichten wollen. Eine verzwickte Situation. Ergo: Ich werde also nicht umhinkommen und demnächst iOS 12.1 und macOS 10.14.1 installieren – die Betas dazu gibt’s ja schon und alsbald auch für mich dann wieder keinen Grund mehr, Ausflüchte zu suchen.

Wie haltet ihr es denn, zählt ihr euch zu den Update-Muffeln oder aber installiert ihr immer vorbildlich die neuesten Updates von iOS, macOS und Co.?

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

Quelle: MacRumors (Adaptionsrate von iOS 12)

Das iPhone-Feature-Quiz: Ab wann gab es eigentlich…?

Du hast den Überblick über alle jemals vorgestellten Features von iOS fürs iPhone und iPad? Tatsächlich? Wow! Aber so ganz glauben können wir dies noch nicht. Bevor wir in den Staub fallen und vor dir niederknien, musst du uns deine geistige Überlegenheit zunächst in diesem Quiz beweisen.

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