Es lebe der Skeuomorphismus: Shopping-Tipps für Fans von iOS 6

Sven Kaulfuss 10

Mit iOS 7 begräbt Apple den Skeuomorphismus. Eine App muss nicht unbedingt das Aussehen eines realen Werkzeuges nachahmen. Wer dennoch nicht auf die Design-Ikonen des klassischen iOS verzichten mag, der holt sich kurzerhand die realen Produkte ins Haus.

Es lebe der Skeuomorphismus: Shopping-Tipps für Fans von iOS 6

Kein Geheimnis: Steve Jobs war der größte Anhänger der skeuomorphistischen Gestaltungslehre bei Apple. So wurde beispielsweise die Lederoberfläche der Kalendersoftware iCal, der Inneneinrichtung seines Gulfstream-Jets nachempfunden. Innerhalb von Apple war diese Designrichtung jedoch nicht unumstritten, doch solange der Apple-Mitbegründer noch unter den Lebenden weilte, kam es zu keiner Abkehr. Unterstützung fand Steve unter anderem beim Jungspund Scott Forstall. Der war zuständig für die Entwicklung von iOS und lag geschmackstechnisch voll auf einer Wellenlänge mit dem charismatischen Apple-Chef – das rückwärtsgewandte Design blieb zunächst bestehen.

Die Chance zum Umdenken ergab sich Ende 2012. Steve Jobs verstarb ein Jahr zuvor und Scott Forstall leistete sich mit der Karten-App von iOS 6 einen finalen Fauxpas – er durfte gehen. Fortan bestimmen nun Jony Ive und seine Mannen die Marschrichtung – iOS 7 ist das erste Ergebnis dieser neuen Bestrebung nach einem reduzierten Design.

Skeuomorphismus: Apples „Vorlagen“ in der realen Welt

Fans des klassischen iOS-Designs bedauern diesen Schritt. Sie liebten den leicht verspielten, skeuomorphistischen Ansatz ihres Betriebssystems. Doch auch sie müssen sich notgedrungen mit der neuen Formensprache anfreunden – ein Downgrade von iOS 7 auf iOS 6 ist ausgeschlossen. Was bleibt? Nostalgie. Wer mag, kann sich alternativ mit den realen Produkten umgeben, die als Inspirationsquelle Pate standen. Es folgt unsere kleine Auflistung – ideal auch als Geschenkidee für echte Apple-Fans geeignet.

Taschenrechner von Braun

Bilderstrecke starten
15 Bilder
Mail-App auf iPhone & iPad: 14 Tipps zum Schreiben, Anhänge versenden und Abrufen.

Der Kult-Taschenrechner von Braun

1987 veröffentlichte der deutsche Hersteller Braun mit dem ET66 DEN Taschenrechner schlechthin – gestaltet von „Design-Gott“ Dieter Rams in Zusammenarbeit mit Dietrich Lubs. Apple nahm die „Vorlage“ dankend entgegen und zitierte diese in der Taschenrechner-App des iPhones. Heute gibt es den Braun ET66 – in einer Neuauflage (BNE 001BK) – wieder zu kaufen. Eine Zierde für jeden Schreibtisch.

Die restlichen Retro-Produkte:

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

* Werbung