B4UFLY: App soll Frage über Erlaubnis von Drohnen-Flügen erleichtern

Holger Eilhard

In den USA hat die Flugaufsichtsbehörde FAA (Federal Aviation Administration) das Sagen über den Luftraum. Eine App soll die Hobby-Piloten nun informieren, wo sie mit einer Drohne oder Nicht-bemanntem Fluggerät fliegen dürfen und wo nicht.

Die Lage über den Luftraum in den USA ist für Hobby-Piloten kompliziert. Wo darf und darf nicht abgehoben oder geflogen werden? Neben Flughäfen, militärischen Einrichtungen oder sonstigen Flugverbotszonen schränken unter anderem Nationalparks die Drohnenflüge ein.

Auch in Deutschland gibt es viele Regelungen, wie Ben im Test der Parrot Bebop beschrieben hat:

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Erweiterung in iOS 8 nutzen – ein Beispiel

Leider hat fast jedes Land oder Bundesland andere Vorschriften und Regeln für den Einsatz von Drohnen. Für den nicht kommerziellen Flug mit einer AR.Drone bedarf es beispielsweise keiner gesonderten Genehmigung. Möchte man seine AR.Drone jedoch automatisch GPS-Wegpunkte abfliegen lassen (mit Drittanbieter-Apps), braucht man eine Genehmigung.

In Berlin beispielsweise darf man seine Drohne ohne Sondergenehmigung nicht innerhalb des S-Bahn-Rings fliegen lassen.

FAA präsentiert B4UFLY

Um die Frage über die Erlaubnis eines möglichen Fluges zu beantworten, hat die FAA für die USA nun eine App angekündigt. Die Anwendung mit dem Namen „B4UFLY“ („Before you fly“, „Bevor du fliegst“) wurde am 5. Mai auf der International Unmanned Systems Conference der Association for Unmanned Vehicle Systems offiziell angekündigt.

FAA B4UFLY
FAA B4UFLY
FAA B4UFLY
FAA B4UFLY
FAA B4UFLY
FAA B4UFLY
FAA B4UFLY
FAA B4UFLY
FAA B4UFLY
FAA B4UFLY

Im kommenden Sommer will die Flugaufsichtsbehörde rund 1.000 Testern die Beta-Version der iOS-App zur Verfügung stellen. Dieser Test soll mehrere Monate lang dauern. Wann die App der Öffentlichkeit verfügbar gemacht werden soll, ist bislang nicht bekannt. Eine Android-Version soll erst nach der Vorstellung der iOS-App folgen.

Ebenfalls unklar ist bislang, ob die Daten der App auch für andere Anwendungen oder Anbieter zur Verfügung stehen werden. Denkbar wäre etwa eine Integration in bereits existierende Apps.

Die App erlaubt neben der Übersicht zur Flugerlaubnis am aktuellen Standort auch einen Plan-Modus, bei dem beliebige Orte anhand einer Karte ausgewählt werden können. Hier werden dann mögliche Gründe – etwa ein nahegelegener Flughafen – für ein Flugverbot genannt.

Seit einiger Zeit gibt es bereits Web-Apps, etwa von Mapbox, die auf Basis von öffentlich verfügbaren Daten Hinweise über die Legalität eines Fluges geben. Als offizielle Auskunft oder alleinige Ressource sollten diese jedoch nicht genutzt werden. Mit B4UFLY geht die FAA nun einen Schritt voran und gibt hoffentlich mehr Klarheit über die Regelungen.

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