Nach falschem Bericht: Blindenvereinigung lobt Apple

Thomas Konrad 5

Ein Reuters-Bericht unterstellte der US-Blindenvereinigung NFB kürzlich harsche Kritk an der Bedienbarkeit von Apple-Produkten - letztlich wohl eine Falschmeldung. Nun meldet sich der NFB-Präsident und versichert: Apple habe mehr für Barrierefreiheit getan als jedes andere Unternehmen. 

In einem Blog-Eintrag lobt Mark Riccobono, NFB-Präsident, Apples Bemühungen: Das Unternehmen habe mehr für Bedienungshilfen getan als jedes andere Unternehmen. Und: Das habe man mit mindestens zwei Awards auch gezeigt. Wann immer sich die Gelegenheit bot, habe man den Hersteller außerdem gelobt.

Man habe eine gute Beziehung zu Apple. Und die wolle man auch aufrechterhalten, heißt es in dem Eintrag weiter.

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Erweiterung in iOS 8 nutzen – ein Beispiel

Kritik hat Riccobono dennoch: Apple müsse künftig mehr mit Entwicklern zusammenarbeiten, um deren Applikationen für Blinde anzupassen. Immer mehr unbenutzbare Applikationen erschienen im App Store. „Blinde Anwender können ihre Apps nicht ohne Bedenken updaten“, schreibt er.

 Apples Bedienungshilfen - eine Übersicht

In seine Software integriert Apple seit einiger Zeit Bedienungshilfen. Die lassen sich vier Bereichen zuordnen: Sehvermögen, Hörvermögen, Physis und Motorik sowie Lernen, Lesen und Schreiben.

Sehbehinderte und blinde Nutzer können auf ihrem iOS-Gerät VoiceOver aktivieren. Das Software-Feature liest vor, was auf dem Teil des Bildschirms passiert, den man antippt. Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen können Texte in einem beliebigen Programm auswählen und sie sich vorlesen lassen.

Auch Siri hilft bei der Bedienung des Smartphones und Tablets: Mit dem Sprachassistenten lassen sich bekanntermaßen Nachrichten schreiben, Anrufe tätigen und mehr. Auch an anderen Stellen im System kann man die Software nutzen, um Texte zu diktieren.

Außerdem lassen sich die Bildschirmfarben umkehren, Texte kann man vergrößern, den Kontrast erhöhen. Über 40 Braillezeilen für iOS gibt es inzwischen.

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