OS X und iOS: Apples CDN verspricht schnellere Updates

Thomas Konrad 3

Apple hat offenbar sein eigenes Content Delivery Network, kurz CDN, in Betrieb genommen. Das Server-Netzwerk soll vor allem große Datenmengen durchs Netz schicken, System-Updates könnten somit künftig schneller vonstattengehen. 

OS X und iOS: Apples CDN verspricht schnellere Updates

Analyst Dan Rayburn berichtete es als erster, Arstechnica griff die Meldung auf: Apples Content Delivery Network ist offenbar in Betrieb. Seit einem Jahr hatte der Hersteller daran gearbeitet.

Mehrere Terabit pro Sekunde soll das CDN bereits ausliefern können. Der Vorteil: Apple kann seine Updates nun direkt an Internet-Dienstleister übermitteln, umgeht damit Schwachstellen im Netz - besonders bei hohem Datenverkehr.

Mit Comcast, AT&T und Verizon soll Apple entsprechende Partnerschaften eingegangen sein, vermutet Macrumors.

Wie schnell Apple sein Netzwerk einrichtete, sei unglaublich, meint Rayburn. Gleiches gelte für die Summen, die der Hersteller in die Infrastruktur investiert. Bis Jahresende soll die Summe auf 100 Millionen US-Dollar steigen.

iTunes und App-Downloads vertreibt Apple offenbar noch über Netzwerke von Akamai und Level 3. Langfristig dürften wohl auch diese Dienste auf Apples CDN übertragen werden.

Mit iOS 8 und OS X 10.10 Yosemite stehen im Herbst zwei Systeme bevor, die Apple auf mehrere Millionen iPhones, iPads und Macs verteilen muss.

iOS 8 öffnet vor allem für Entwickler einige Türen: Sie können Erweiterungen ihrer Applikationen für die Mitteilungszentrale anbieten. Auf Ebay-Artikel lassen sich so beispielsweise im Auge behalten, ohne die Ebay-Applikation zu öffnen. Auch können Applikationen Teile ihres Funktionsumfangs als Dienst für andere Teile des Betriebssystems bereitstellen. Eine Bildbearbeitung kann ihre Filter so beispielsweise für Apples Foto-App freigeben. So lassen sich auch Filter von Drittherstellern verwenden, ohne auch in diesem Fall eine separate App dafür zu öffnen.

OS X 10.10 Yosemite zeichnet sich vor allem durch eine neue Optik aus, die stärker an iOS orientiert ist, bringt außerdem Funktionen mit sich, die Mac und iPhone/iPad noch näher zusammenbringen. Das Bearbeiten von Dokumenten beispielsweise funktioniert mit Yosemite auch Geräte-übergreifend - egal, ob mit Mac, iPhone oder iPad.

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