US-Staatsanwalt findet iPhone zu sicher: "Gerät für Terroristen"

Florian Matthey 13

Sämtliche auf einem iPhone gespeicherte Daten sind verschlüsselt: Seit iOS 7 lassen sie sich nicht mehr aus dem Flash-Speicher des Gerätes auslesen. Einem New Yorker Staatsanwalt geht das zu weit: Das iPhone sei so das perfekte Gerät für Terroristen.

Wenn ein iOS-Gerät mit einem Passcode geschützt ist, dann versieht das Betriebssystem sämtliche Daten auf dem Gerät mit einer Hardware-Verschlüsselung. Der Zugriff auf Daten ist also nur dann möglich, wenn jemand zuvor den Passcode auf dem Gerät eingegeben hat. Das direkte Auslesen des Flash-Speichers ist ohne Passcode also nicht möglich.

Das sichert Daten effektiv vor dem Zugriff durch Unbefugte, erschwert natürlich aber auch die Arbeit von Ermittlungsbehörden. Selbst mit Apples Hilfe könnten sie die Daten nicht auslesen. Dementsprechend kommt eine klare Kritik des New Yorker Staatsanwalts Cyrus Vance, Jr. In einem Radio-Interview spricht er davon, dass Apple ein „dunkles Telefon“ erschaffen habe, das sich auch bei gerichtlicher Anordnung nicht auslesen lasse. „Das wird das Gerät sein, mit dem Terroristen gerne kommunizieren.“

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Erweiterung in iOS 8 nutzen – ein Beispiel

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Behörden oder Regierungen kritisch über Apples Sicherheitsmaßnahmen äußern - und darin ein Sicherheitsrisiko für die Allgemeinheit sehen. Zuletzt erklärte der britische Premierminister David Cameron, dass er sich im Falle einer Wiederwahl dafür einsetzen werde, dass zwischen Smartphones überhaupt keine verschlüsselte Kommunikation mehr möglich ist. Apples iMessage gilt unter Messaging-Diensten als besonders sicher.

Letztes Jahr erklärte der FBI-Chef wiederum, dass sowohl iOS 8 als auch Android „zu sicher“ sind. In Extremsituationen müsse ein schneller Zugriff auf Geräte möglich sein.

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