Monument Valley im Test: Eine kleine Box voller Träume

Kristin Knillmann 4

Es gibt Titel, die zuerst durch eine hübsche Optik auf sich aufmerksam machen und dann trotzdem spielerisch wertvoll sind. „Monument Valley“ macht es sich genau in dieser Ecke gemütlich und schickt seine Prinzessin Ida durch eine ungewöhnliche Traumwelt aus optischen Täuschungen.

Monument Valley Screenshot 1

Prinzessin Ida, das ist eine kleine weiße Figur mit Kleid und Hütchen. Prinzessin Ida, das bin auch ich. Denn ohne meine Hilfe ist die kleine Dame aufgeschmissen: Wie soll sie sonst ihren Weg durch die architektonisch komplexen Monumente finden? Ich leiste ihr Unterstützung durch simples Tippen auf die verworrenen Strukturen. Ist der Weg frei, tappst Ida los. Ist der Weg versperrt, überlasse ich die Arbeit meiner rechten Gehirnhälfte, die mir räumliches Denken ermöglicht.

Die Monumente in „Monument Valley“, die in jedem Screen wie eine Mischung aus Pastell-Gemälde und M.C. Escher-Kunstwerk wirken, lassen sich nämlich verändern: Ich drehe Treppen an die richtige Stelle, schiebe Blöcke und verändere meinen Sichtwinkel auf scheinbar feste Strukturen, um zuvor unpassierbare Stellen für Ida begehbar zu machen.

Monument Valley - Release Trailer.

 

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Simpel, ja. Doch nur frustfreies Gameplay passt zu einem Spiel, das so viel Wert auf Atmosphäre legt. Dass die so gut funktioniert, verdankt „Monument Valley“ zu kleinen Teilen seiner Optik, zu großen Teilen seiner Soundkulisse. Im Hintergrund klingen Töne, die an Disasterpeaces FEZ-Soundtrack erinnern, während all meine Aktionen von Instrument-Geräuschen wie dem Zurren einer Harfe oder einer Gitarren-Saite begleitet wird. Das fühlt sich ein bisschen so an wie in einem guten Traum. Oder so als würde ich barfuß und im Wind einen schönen Strand entlang laufen.

„Monument Valley“ gibt es aktuell leider nur für iOS. Ich habe das Spiel auf dem iPad Mini der ersten Generation getestet.

Fazit:

„Monument Valley“ könnte stellenweise noch etwas knackiger sein und dürfte meiner Meinung nach gern über die in etwa 2 Stunden zu bewältigenden 10 Level mit teils mehreren kleinen Schauplätzen hinaus gehen. Die Mischung aus dichter Atmosphäre, märchenhafter Optik und entspanntem Rätseln lassen den kleinen Titel dennoch in einer großen Liga spielen, die seinen Preis rechtfertigt.

Monument Valley
Entwickler: ustwo games
Preis: 4,49 €

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Mein erstes Betriebssystem war Windows 3.1. Danach kam Windows 98, ME, XP und 7. Vista, Windows 8 oder Windows 10 sind nicht meine Betriebssysteme. Mittlerweile bin ich bei Linux Mint Cinnamon gelandet. Wie sehen eure Erfahrungen aus? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare.

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