Portrait-Retusche mit iPhoto: Tipps und Tricks

Katharina Sckommodau 2

Sicher ist Photoshop das Programm der Wahl, wenn es um anspruchsvolle Portrait-Retusche geht. Um jedoch schnell und einfach eine Aufnahme zu verbessern, bietet iPhoto durchaus fähige Werkzeuge und Filter.  Wir haben einige Tipps zur Bearbeitung von Portraits zusammengestellt.

Portrait-Retusche mit iPhoto: Tipps und Tricks

iPhoto kann man als preisgünstigen Allrounder für die Verwaltung und Bearbeitung von Fotos sehen. So lassen sich die Bilder beispielsweise per Gesichtserkennung verwalten, auch das Verwalten von Orten ist möglich. Neben einer Dia-Show kann man auch Fotobücher, Karten oder Kalender direkt in iPhoto basteln.

Wie die Bearbeitung von Bildern in iPhoto generell funktioniert, haben wir bereits in dem Artikel iPhoto und Lion: Bildbearbeitung per Multi-Touch beschrieben. Welche Funktionen und Filter für Portraits infrage kommen, erfährst Du hier.

Zu Beginn ein kleiner Tipp: Bearbeitungsschritte löschen

iPhoto übernimmt ungefragt alle Änderungen am Bild. Selbst nach dem Schließen der Datei bleiben die Bearbeitungen erhalten. iPhoto funktioniert jedoch non-destruktiv und erlaubt es, wieder zum Original zurückzukehren: Wähle dazu im Menü Fotos die Funktion Zurück zum Original. Alternativ dazu gibt es im Bearbeitungsmodus die Schaltfläche Zurück zum Original.

Bist Du jedoch noch im Bearbeitungsmodus, kannst Du mit gedrückter Hochstell-Taste das Original einblenden, um es mit der bearbeiteten Fassung zu vergleichen.

Einfache Korrekturen

Im Bearbeitungsmodus (Klick auf den Bleistift unten) findest Du Einfache Korrekturen, die Effekte und die Werkzeuge zum Anpassen. Widmen wir uns zunächst den Einfachen Korrekturen.

Drehen, Begradigen und Beschneiden sind Funktionen, die so selbsterklärend sind, dass wir sie hier nicht näher beleuchten müssen. Kleiner Tipp: Oft wirkt ein Portrait spannender, wenn der Kopf nicht direkt in der Bildmitte sitzt. Hier kann also durchaus auch nach künstlerischen Kriterien beschnitten werden.

Rote Augen entfernt iPhoto mit einer kleinen Schummelei: Der rote Bereich wird einfach vollständig entfärbt. Das funktioniert jedoch in der Praxis recht gut, da die rote Färbung auf der Pupille sitzt.
iPhoto bietet hierzu eine Automatik, die in der Regel der manuellen Korrektur vorzuziehen ist. Beim manuellen Korrigieren wird ein runder Bereich zum entfärben eingestellt. Ist dieser zu groß, entfärbt man auch teilweise die Iris, oder auch Teile des Augenlids, wie es die rechte Variante auf dem unteren Bild zeigt.

Die Funktion Verbessern solltest Du nicht verwenden. Hier korrigiert iPhoto automatisch alle Werte, die Du später unter Anpassen einstellst.

Interessanter hingegen ist die Funktion Retuschieren, die wie ein einfacher Stempel arbeitet. Die genaue Vorgehensweise findest Du auf der zweiten Seite des Artikels iPhoto und Lion: Bildbearbeitung per Multi-Touch, das Glätten größerer Flächen, wie dort beschrieben, ist also nicht Sinn und Zweck des Werkzeugs.

Kleinere Schönheitsfehler, wie etwa der Pickel am Haar-Ansatz, lassen sich jedoch sehr gut entfernen: So wird erst die Größe des Werkzeugs eingestellt. Ein Klick mit gedrückter Maustaste markiert die gewünschte Stelle über dem Pickel (Mitte), die dann schließlich mit einem Stück „gesunder Haut“ überdeckt wird (rechts).

Anpassen

Liegen bei einem Portrait verschiedene Gesichtsbereiche im Schatten, lassen sich diese in der Helligkeit an das restliche Foto angleichen. Die Einstellungen dazu findest Du unter Anpassen.
Im unteren Bild lagen etwa Stirn und Augen im Schatten des Hutes. Verantwortlich für das Aufhellen der Schatten ist der Regler Schatten. Über das Licht wurden die hellen Bereiche etwas abgedunkelt. Ein höherer Kontrast sorgt für eine vervesserte Farbigkeit nach den Korrekturen. Zudem mussten wir das Rauschen reduzieren und dabei auch die Schärfe einstellen.

Doch auch Bilder, die auf den ersten Blick keine gravierenden Fehler zeigen, lassen sich über die Anpassungen optimieren.
Hier haben wir beispielsweise ganz gezielt den Kontrast in den Mitteltönen erhöht, um dadurch dem Gesicht mehr Plastizität zu verleihen. Die wird über einen höheren Wert bei Definition erreicht. Um das Ergebnis insgesamt zu verstärken, wurden ebenfalls Kontrast und Schärfe erhöht. Für lebendigere Farbe sorgt eine leicht angehobene Sättigung, die Option Hauttöne nicht sättigen haben wir bewusst deaktiviert, damit sich die Änderung auch auf das Gesicht auswirkt.

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