iSupr8: Super-8-Filme mit iPhone und iPad erstellen

Thomas Konrad

Mit der kostenlosen App iSupr8 lassen sich Filme auf iPhone und iPad in Retro-Kunstwerke im Super-8-Stil verwandeln, sogar in 1080p-Qualität. Die iSupr8 App versieht Pixel je nach ihrer Belichtung mit Effekten und erzeugt damit laut Hersteller authentisch wirkende Super-8-Streifen.

iSupr8: Super-8-Filme mit iPhone und iPad erstellen

Videos lassen sich direkt in der App aufnehmen oder aus dem systemweiten Aufnahmen-Album importieren. iSupr8 wendet die Retro-Effekte im Stile von Super-8-Filmen erst im Nachhinein auf die Filme an. Der Anwender wählt Filmmaterial zum Entwickeln des Filmes aus und beeinflusst damit das Endergebnis. Standardmäßig stehen „TRU 8 100D“ und „Rip Curl“ zur Verfügung. Weitere Filmrollen kann man für je 0,79 Euro hinzukaufen. Kostenlos sind hingegen Kameragehäuse, mit denen man der Benutzeroberfläche einen Tapetenwechsel verpassen kann. Fünf Gehäuse stehen zur Auswahl.

Bevor es losgeht
Wer einen Film in der App aufnimmt, kann zwischen 12, 18 und 24 Bildern pro Sekunde wählen und die Auflösung des Videos bestimmen. Sofern die Hardware dazu fähig ist, lassen sich mit auch Videos in 1080p-Qualität aufnehmen. Mit einem Doppeltap auf den Sucher vergrößert man den Bildausschnitt und hat eine bessere Sicht auf das Geschehen vor der Kamera.

Effekte anpassen
Über eine Schaltfläche mit der Aufschrift „Push“ gelangt man zu seinen Aufnahmen. Videos, die man mit der Applikation aufgenommen oder importiert hat, kann man mittels vertikalem Wischen über den Bildschirm auswählen. Im zweiten Schritt entscheidet man sich für eine Filmrolle. Mit einem Tip auf das Vorschaubild öffnen sich die Effekt-Einstellungen. Diese beinhalten unter anderem die Kratzer-Stärke, die Größe der Vignettierung sowie die Körnung. Audiospur, Video-Rahmen und ein kurzer Vorspann lassen sich ebenso wie ein Filmburn-Effekt ein- und ausblenden. Wer mit seinen Anpassungen zufrieden ist, kann sie speichern und später erneut verwenden.

Speichern und Teilen
Entwickelte, das heißt mit Effekten versehene Filme kann man auf facebook und twitter teilen, per E-Mail versenden oder einfach im lokalen Aufnahmen-Album speichern. Zudem steht es dem Anwender frei, sein digitales Kunstwerk auf der Online-Plattform des Herstellers zu veröffentlichen. Videos anderer Nutzer lassen sich nach einem Tap auf FEED betrachten. Sofern man Videos in das Aufnahmen-Album exportiert hat, lassen sie sich so mittels iPhoto auf den Mac übertragen. Eine weitere Schnittstelle zum Mac oder PC ist die Dateifreigabe in iTunes.

Vorteile:
+ anpassbare Effekte
+ hohe Aufnahme-Qualität (bis zu 1080p)

Nachteile:
- hoher Akkuverbrauch
- äußerst lange Entwicklungszeiten (je nach gewählter Qualität)

Fazit:
Aufgrund des hohen Energieverbrauchs ist es ratsam, Aufnahmen erst zu entwickeln, wenn man Netzteil und Steckdose in der Nähe hat. Je nach Länge und Auflösung des Videos kann das dann auch einige Minuten (oder Stunden) dauern: Im Test benötigte ein iPhone 4S gut 13 Minuten, um 20 Sekunden(!) Filmmaterial in 1080p-Qualität ohne Ton zu entwickeln. Ähnliches Ausgangsmaterial in 720p-Qualität beanspruchte bei gleichen Effekt-Einstellungen rund fünf Minuten. Ungewohnt ist anfangs die Benutzeroberfläche. Die Entwickler verzichten gänzlich auf gewohnte iOS-Elemente. Es gilt: Probieren geht über Studieren. Eine Auswahl an iSupr8-Videos gibt es auf der Website des Herstellers.

Alternativen:
• Paramount Digital Entertainment: für iPhone
• Nexvio Inc.: 8mm Vintage Camera für und

iSupr8 - Rip Curl Pro Bells Beach Edition:
Hersteller: MEA Mobile
Die App: für iPhone und iPod touch und iPad
Preis: kostenlos (weiteres Filmmaterial als In-App-Käufe verfügbar)

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