iTunes: Musik-Verkäufe erleiden 2014 angeblich starken Rückgang

Thomas Konrad 11

Zwischen 13 und 14 Prozent soll der Verkauf digitaler Musik im iTunes Store in diesem Jahr zurückgegangen sein. Das berichtet das Wall Street Journal. Beats‘ Streaming-Dienst könnte die Entwicklung im nächsten Jahr umkehren. 

iTunes: Musik-Verkäufe erleiden 2014 angeblich starken Rückgang

Musik-Downloads erlitten im vergangenen Jahr erstmals einen Rückgang: Kunden luden damals 5,7 Prozent weniger einzelne Songs als 2012. Der industrieweite Umsatz durch Downloads ging damals um 2,1 Prozent zurück. Im Vergleich zu 2013 sei der Rückgang in diesem Jahr „krass“, schreibt das Wall Street Journal.

Die Gewinner sind Streaming-Dienste: Sie bescherten der Industrie im vergangenen Jahr ein Umsatz-Plus - zumindest in den meisten Märkten.

Gerüchten zufolge will Apple im nächstem Jahr mit seinem eigenen Streaming-Service, Beats Music, angreifen. Der Hersteller könnte den Dienst in iTunes integrieren und damit Kunden von Spotify und Co. abwerben. Helfen soll dabei auch ein niedrigerer Preis: Diesbezüglich verhandelt Apple derzeit angeblich mit verschiedenen Musik-Labels.

Beats Music ist bislang nur in den USA verfügbar und kostet 9,99 Dollar im Monat.

Seit einiger Zeit bemüht sich Apple um exklusive Inhalte für den iTunes Store: Ihr fünftes Studioalbum veröffentlichte die US-Künstlerin Beyoncé exklusiv und mit zahlreichen Bonus-Inhalten bei iTunes. Die entsprechende CD stand erst einige Wochen nach der Veröffentlichung auf Apples Musik-Plattform in den Musikläden.

Auch Die Künstler-Seiten im iTunes Store sind inzwischen deutlich aufgeräumter als früher, sollen vermutlich auch zu mehr Käufen einladen, um beispielsweise den Katalog eines Künstlers zu komplettieren. Während man sich ehemals oft durch zahlreiche Cover- und Single-Veröffentlichungen kämpfen musste, erleichtern übersichtliche Künstler-Seiten nun den Musik-Kauf. Alben sind nach Studio- und Live-Alben sortiert, Jahrzehnten oder Schaffensperioden zugeordnet. Über Duplikate muss man sich in vielen Fällen auch nicht mehr ärgern. Ob diese Maßnahmen angesichts des allgemeinen Streaming-Trends noch Wirkung zeigen, ist allerdings fraglich.

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