Musik-Downloads 2013 erstmals rückläufig: 5,7 Prozent weniger verkaufte Titel

Thomas Konrad 3

Laut US-Magazin Billboard sollen die Verkaufszahlen von Musik-Downloads im Jahr 2013 erstmals rückläufig gewesen sein. Betroffen seien vor allem einzelne Titel. Davon wurden im letzten Jahr 5,7 Prozent weniger verkauft als 2012.

Kunden kauften 2013 1,26 Milliarden Titel - 5,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damals wurden 1,35 Milliarden Titel geladen. Album-Verkäufe gingen ebenfalls leicht zurück: 0,1 Prozent weniger konnte die Industrie 2013 davon verkaufen. Die Entwicklung ist ein Novum, komme angesichts drei schwacher Quartale für einzelne Titel aber nicht ganz unerwartet. Bislang jedenfalls stiegen die Verkäufe seit Eröffnung des iTunes Music Stores im Jahr 2003 von Jahr zu Jahr.

Grund für den Rückgang im vergangenen Jahr sind offenbar bezahlte und durch Werbung finanzierte Streaming-Dienste. Das gebe inzwischen sogar die Platten-Industrie selbst zu, so Billboard.

Genaue Zahlen des Zählsystems SoundScan gibt es noch nicht. Industrie-Manager gaben jedoch bekannt, dass das Wachstum bei Streaming-Diensten dem Rückgang der Digital-Verkäufe entspreche. Das Streaming-Konzept scheint im vergangenen Jahr also angekommen zu sein: Apples Dienst iTunes Radio soll auch dem Streaming-Service Pandora neue Nutzer beschert haben, berichtete 9to5Mac im November.

Weitere Zahlenspiele

Insgesamt sanken die Album-Verkäufe um 8,4 Prozent auf 289,4 Millionen Einheiten, CDs verkaufte man im letzten Jahr 14,5 Prozent weniger. Nur Vinyl ist auf dem Vormarsch: Sechs Millionen Schalplatten wurden 2013 verkauft, im Vorjahr waren es 4,55.

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