Apple kauft BookLamp, das Pandora für Bücher

Thomas Konrad

Apple hat kürzlich das Startup BookLamp gekauft. Das hat das Unternehmen bereits gegenüber Re/code bestätigt. BookLamp ist ein Service für Buch-Empfehlungen, sieht sich selbst als „das Pandora für Bücher“.

Apple kauft BookLamp, das Pandora für Bücher

In seinem Book Genome-Projekt analysierte das Startup zahlreiche Bücher, eigenen Angaben zufolge zwischen 40.000 und 100.000 Titel pro Woche. Erfasst werden dabei unter anderem der Plot, der Schreibstiel und die Dichte vorkommender Themen. Anhand dieser Daten konnte BookLamp seinen Nutzern Bücher empfehlen.

Mit dem üblichen Statement bestätigte Apple den Kauf gegenüber Re/code: „Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Tech-Unternehmen, üblicherweise sprechen wir dabei nicht über unsere Pläne.“ Zwischen 10 und 15 Millionen US-Dollar soll BookLamp gekostet haben, berichtet TechCrunch.

BookLamp-Danke

Die BookLamp-Webseite, die ehemals als eine Demo für das Genome Projekt fungierte, ist inzwischen nicht mehr funktionstüchtig. Eine Dankes-Notiz der Entwickler ist nun darauf zu finden. Die Seite werde nicht länger verfügbar sein, heißt es weiter.

Wir wollen Ihnen für die Unterstützung danken, die wir in den letzten Jahren dabei erhalten  haben, die aufregende Welt des geschriebenen Wortes zu entdecken – durch die Linse der digitalen Analyse. Mit dem heutigen Tag aber wir die Webseite BookLamp.org – die als ein Demo der Technologie des Book Genome-Projekts diente – nicht länger verfügbar sein; unser Unternehmen verfolgt seine Mission weiterhin. 

Erneut danken wir Ihnen für Ihr aktives Dabeisein in den letzten Jahren. Es sind unserer Nutzer, Herausgeber und die untereinander geteilte Liebe für Bücher, die ins Tag ein Tag aus inspiriert.

Danke, dass Sie bis zu diesem Zeitpunkt ein Teil unseres Wegs waren.

Apple hat das, was BookLamp für Bücher ist, mit seinem Genius-Dienst bereits für Musik umgesetzt. Steve Jobs stellte Genius 2008 zusammen mit einer neuen iPod-Generation vor. Der Dienst schlägt Nutzern neue Musik aus dem iTunes Store vor – basierend auf bereits getätigten Käufen und der Musik in der Mediathek des Anwenders. Genius kann außerdem Playlisten zusammenstellen, die zu einem ausgewählten Song beispielsweise in Sachen Geschwindigkeit, Stimmung, Genre etc. passen.

 

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