Sinkende Verkaufszahlen: iTunes bleibt Apples Sorgenkind

Julien Bremer 4

Mit dem iPod und iTunes hat Apple vor über zehn Jahren den Musikmarkt revolutioniert. Was einst eine Vorzeige-Plattform des Unternehmens war, wird mehr und mehr zum Sorgenkind. Immer weniger Nutzer kaufen sich Dateien über den Store. Dazu wächst die Konkurrenz, die auf Streaming-Angebote anstelle von Downloads setzt.

In einer Untersuchung von Morgan Stanley wurden die Käufe der Nutzer pro Quartal im iTunes- und App Store untersucht. Zwar kann man in ersteren neben Musik auch Filme und Fernsehsendungen kaufen, doch Lieder dürften noch immer den größten Anteil der Plattform ausmachen.

Wie das Diagramm zeigt, tätigt ein iTunes-Nutzer lediglich 1,9 Käufe im Store pro Quartal. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 2,9 Einkäufen. Seit 2012 fällt die Kurve kontinuierlich. Im letzten Quartal hat jeder iTunes-Account durchschnittlich 3,29 Dollar im Store ausgegeben.

Der Appstore hingegen hat sich auf einem ganz anderen Niveau etabliert und konnte seit der 2. Jahreshälfte 2013 wieder leicht ansteigen. Im Durchschnitt tätigen die Nutzer dort 4,7 Einkäufe pro Quartal.

Wir berichteten in der Vergangenheit bereits über Spekulationen, Apple ziehe einen kompletten Relaunch seiner iTunes-Plattform in Erwägung, um der Entwicklung entgegen zu wirken. Auch iTunes Radio könnte dann als eigene App „ausgegliedert“ und neu strukturiert werden, um Spotify, Pandorra und Co. Paroli zu bieten. Fakt ist: Apple muss sich etwas einfallen lassen, denn die Tendenz ist eher fallend als steigend.

Auch die mögliche Beats-Übernahme durch Apple könnte damit im Zusammenhang stehen. Die Bosse in Cupertino seien beeindruckt, von Beats‘ Streaming-Dienst. Zwar sind die Nutzerzahlen nicht mit denen der Marktführer zu vergleichen, doch die Plattform schaffe es, viele Test-Nutzer davon zu überzeugen, ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen. Apple könne demnach davon lernen und durch die Kontakte von Dr. Dre und Jimmy Iovine exklusive Verträge mit Künstlern aushandeln.

Eine andere Möglichkeit um für mehr Wachstum bei den Einkäufen zu sorgen wäre es, iTunes auch für Android zu öffnen. Dadurch könnten schlagartig sehr viel Nutzer mehr Zugriff auf Apples Multimedia-Plattform bekommen. Dies würde sich auch in den Umsatzzahlen bemerkbar machen.

via fortune

 

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