iTunes Account ohne Kreditkarte

Marco Kratzenberg 1

In erster Linie ist iTunes ein Programm zum Verwalten und Abspielen von Mediendateien. Nach dem iTunes Download kann man es sofort als Player, Musik- und Filmverwaltung, CD-Ripper oder auch zum Radiohören benutzen. Doch darüber hinaus ist es auch eine direkte Verbindung zum Apple Store. Dort werden iPhone-Apps, Musik, Filme und Bücher angeboten. Dort bekommt man CD-Cover. Doch für all das braucht man ein iTunes Konto, eine Apple-ID.

Das bedeutet also, selbst wenn man iTunes nur zum Verwalten und Abspielen seiner eigenen Musiksammlung nutzt, die man von eigenen CDs auf die Festplatte kopiert hat, braucht man ein Apple-Konto, wenn iTunes CD-Cover aus dem Internet laden und anzeigen soll. Und das, obwohl für das Laden von Covern keine Bezahlung fällig ist. Ohne dieses Konto ist iTunes nichts als ein langweiliger MP3-Player ohne Cover.

Zahlungsmethode „Keine“

Es geht auch ohne Kreditkarte. Neben den Hauptkreditkarten sowie „Clickandbuy“ bietet Apple bei der Kontoeinrichtung nämlich auch die Zahlungsmethode „Keine“ an. Dann ist es zwar nicht möglich, Käufe beispielsweise per Rechnung zu begleichen, aber dafür kann man im Apple Store mit Gutscheinkarten zahlen.

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Diese Art von Konto eignet sich hervorragend für alle, die über keine Kreditkarte verfügen, aber dennoch ab und zu Apps, Musik oder Filme in Apple Store kaufen wollen.

Um das zu tun, benötigt man eine sogenannte Apple-ID. Diese besteht aus einer Emailadresse und einem dazugehörigen, eigenen Passwort.

Am einfachsten legt man so ein Konto vom Store aus direkt an. Diesen erreicht man jederzeit mit der Tastenkombination Strg + Umschalttaste + H. Oder über die Seitenleiste.

Oben links befindet sich nun der Button „Anmelden“. Ein Klick darauf bringt das Fenster zum Vorschein, mit der sich der Besitzer eines gültigen iTunes Accounts anmelden kann. Hier kann man auch ein neues Konto anlegen.

Ein Button mit der Aufschrift „Apple ID erstellen“ bringt uns zur Anmeldung. Nach einer Begrüßung gibt es erst einmal etwas zu lesen. Viel zu lesen. Die AGB wollen gelesen und bestätigt werden.

Die AGB erklären die Bedingungen der verschiedenen Käufe und natürlich auch die üblichen gesetzlichen Vorgaben. Vermutlich liest sich das kaum jemand durch. Es ist auch möglich, die AGB hier auszudrucken. Was aber wohl auch niemand macht.

Sind die AGB erst einmal bestätigt, so will Apple die Basisdaten haben. Natürlich eine Emailadresse. Außerdem ein Passwort, das mindestens 8 Zeichen lang sein sowie eine Zahl und einen Großbuchstaben enthalten muss.

Müssen wir drei verschiedene Antworten auf Sicherungsfragen eingeben. Zum Beispiel darauf, wie der erste beste Freund hieß oder in welcher Straße man aufwuchs. Diese werden dann gestellt, wenn man seine Kontodaten vergessen hat.

Und schließlich will Apple noch wissen, wann man geboren ist. Ob es eine Ausweich-Emailadresse gibt und welche News man per Mail bekommen möchte.

Im nächsten Schritt wird’s „amtlich“. Jetzt will Apple wissen, mit welcher Zahlungsmethode man seine zukünftigen Käufe zu begleichen denkt. Und natürlich möchte die Firma hier die komplette Anschrift haben.

Gleich vorab: Apple wird keine schriftlichen Rechnungen an diese Adresse senden. Die kommen weiterhin an die Emailadresse. Diese Adresse ist nur wichtig, wenn man z.B. im Applestore einen Computer, ein iPad, ein iPhone oder andere Hardware kauft. Dann nämlich wird diese Adresse als Lieferadresse genutzt.

Irgendwelche Angaben sind hier Pflicht. Aber die werden nicht großartig auf Plausibilität geprüft. Allerdings steht die Adresse auch auf den Rechnungen und wenn man irgendeine Chance hat, die Einkäufe steuerlich geltend zu machen, dann muss hier auch eine korrekte Adresse stehen.

Gute Gründe gibt es auch dafür, während der Anmeldung eine korrekte Emailadresse anzugeben. Im Gegensatz zur Postadresse wird diese nämlich überprüft. Direkt nach der Anmeldung sendet Apple an diese Adresse eine Prüfungs-Email. Darin befindet sich ein Link. Erst wenn dieser Link angeklickt wurde, existiert die Apple ID wirklich und man kann seinen iTunes Store Account nutzen.

Nachdem man den Bestätigungslink angeklickt hat, ist der Anmeldevorgang abgeschlossen. Jetzt kann man schon kostenlose Apps oder Bücher kaufen. Man kann iTunes nutzen, um seine Musiksammlung mit richtigen Covern zu versehen. Und natürlich kann man nun einkaufen und mit Gutscheinen oder Codes bezahlen.

Nützliche Infos:

Apple ordnet in einer Datenbank sämtliche Käufe der Apple ID zu. Das bedeutet z.B., dass man sämtliche Apps für iPhone und Co. löschen oder verlieren kann. Solange die Account-Daten stimmen, kann man seine Apps jederzeit nochmal laden, ohne erneut bezahlen zu müssen.

Anders sieht es mit Musik, Filmen oder Büchern aus. Hier ist es wie mit physischen Musik-CDs, Film-DVDs oder Büchern aus Papier: Wenn man die verliert oder beschädigt, muss man eben neue kaufen.

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