Nachdem Android 4.0 Ice Cream Sandwich vor nun bald einem halben Jahr vorgestellt wurde und das Update sogar langsam auf den ersten nicht-Nexus-Devices eintrudelt, wird es langsam Zeit, die ersten Gerüchte über den Nachfolger einzusammeln: Android 5.0 „Jelly Bean“. Informationen der US-Webseite Fudzilla zufolge plant Google, den Support für ältere Hardware in der nächste Android-Version stark einzuschränken.

 

Android 4.1 Jelly Bean

Facts 

Den Informationen zufolge, die aus dem Umkreis eines ARM-Chipherstellers stammen, wird Google mit Android 5.0 Jelly Bean einen drastischen Schnitt bei der Betriebssystem-Kompatibilität machen und die Unterstützung für Hardware beschneiden, die unter dem Niveau des Galaxy Nexus liegen. Das würde konkret bedeuten, dass es kein offizielles Update auf Android 5.0 für Geräte mit SoCs geben wird, die noch über eine Single Core-CPU verfügen - zumindest auf dem offiziellen Weg. Selbst der Support für diverse Dual Core-CPUs würde eingeschränkt.

Grund für diese Maßnahmen sei das nach wie vor vorhandene Problem der Fragmentierung von Android-Geräten und deren Betriebssystem-Versionen. Freilich ist dieser Ansatz der Problemlösung einer, der nach dem Gusto „Operation gelungen, Patient tot“ vorgeht, denn der OS-Versionsverteilung würde hier schließlich auf denkbar billige Weise Einhalt geboten, indem man einen großen Teil der sich am Markt befindenden Gerät einfach als inkompatibel definiert. Dass die Community einspringen und, wie so oft, beweisen würde, dass die neueste Android-Iteration durchaus auf einigen der ältesten Android-Geräte laufen würde, liegt auf der Hand - aber in meinen Augen ist diese Meldung trotz des dramatischen Untertons unglaubwürdig. Und das liegt nicht nur am Veröffentlichungsdatum 1. April.

Google ist ein Inklusionist, was Android angeht. Teil der mobilen Strategie von Google ist, Android auf so vielen und so vielen unterschiedlichen Geräten und Plattfomen lauffähig zu machen wie nur möglich. Anstatt das OS auf Top Notch-Hardware zielen zu lassen, erwarte ich vom Android-Team eher weitere Optimierungen des Ice Cream Sandwich-Codes, die die Betriebssystem-Benutzererfahrung auch auf älteren Smartphones verbessern.

Ein Schnitt bei der Abwärtskompatibilität hätte natürlich auch Vorteile: Weniger Kompromisse bei der Programmierung, alter Programmballast könnte aus dem Code geworfen werden. Was meint ihr: Sollte sich Google bei Android 5.0 der Zukunft zuwenden, um aus den Ruinen der Fragmentierungs-Ruinen auferstehen zu können? Oder wollt ihr auf euren 2011er-Geräten auch 2013 noch die aktuellste Android-Version laufen sehen? Meinungen in die Kommentare,

[Nachtrag:] Nur wenige Minuten nach der Veröffentlichung unseres Artikels hat Fudzilla zugegeben, dass es sich um einen Aprilscherz handelte. Kein schlechter, zumindest sind wir darauf reingefallen. Danke für die zahlreichen Hinweise. [/Nachtrag]

Quelle: Fudzilla