Mann heiratet Smartphone – weil Kaspersky es so will

Tuan Le 3

What happens in Vegas, stays in Vegas: Aaron Chervenak hat in der Stadt des Glücksspiels und der kurzlebigen Liebe sein Smartphone geheiratet. Dahinter steckt allerdings keineswegs eine bizarre Liebesgeschichte rund ums Thema Objektophilie, sondern eine irgendwie seltsame Kampagne des Antivirus-Herstellers Kaspersky.

Wir verbringen freilich einen Großteil unserer Zeit mit unseren Smartphones als geliebten Begleitern. Das beginnt bereits am frühen Morgen, wo uns die Wecker-App mehr oder minder sanft aus den Träumen reißt und setzt sich nicht selten am Frühstückstisch, in Bus und Bahn, in der Schule oder im Büro – ja eigentlich in jeder beliebigen Lebenslage – fort. Was liegt da näher als dem Smartphone den ihm gebührenden Platz im Leben einzuräumen und es gleich zu heiraten, dachte sich ein gewisser Mann aus Los Angeles und begab sich mitsamt seinem Handy nach Las Vegas, um dort mit einer Blitzhochzeit in die Fußstapfen von Britney Spears und Co. zu treten.

Geschichten, die das Leben schreibt  – so könnte man meinen. Tatsächlich handelt es sich bei der aktuell für (naja, zumindest ein wenig) Aufruhr sorgenden Geschichte um Aaron Chervenak und sein geliebtes Smartphone um einen Marketing-Streich der Werbeagentur makai Europe GmbH im Auftrag von Kaspersky Labs, dem berühmten (und aufgrund teils fragwürdiger Panikmache berüchtigten) Antivirus-Hersteller. Freilich hat die Geschichte einige Aufmerksamkeit erhalten, da diverse Medien in Deutschland und den USA darüber berichteten, doch mit kaum mehr als 2.500 Aufrufen kann man hier wirklich nicht von einem viralen Hit sprechen. Geheiratet hat Chervenak das Smartphone übrigens wohl tatsächlich.

Was um alles in der Welt will Kaspersky uns damit sagen?

Vermutlich ist das Internet schlicht schon ziemlich abgehärtet gegenüber verrückten (und dummen) Dingen, die die Amerikaner nun einmal so machen. Man kommt aber auch nicht umhin sich zu fragen, was Kaspersky eigentlich von der Geschichte haben sollte. Gilt es, das Smartphone ebenso vor Gefahren (in Form von Viren) zu schützen, wie die eigene Frau? Aber wie installiert man auf der Ehefrau Antiviren-Software? Und ist das nicht irgendwie sexistisch? Im Endeffekt hat die Aktion der makai GmbH wohl nicht die Reichweite und Wirkung erzielt, die man sich eigentlich erhofft hatte – allen voran wohl deshalb, weil die Geschichte doch nicht so überraschend und schockierend ist im Vergleich zu dem, was tagtäglich wirklich in den USA so passiert. Auch für waschechte Marketing-Agenturen scheint es also nicht so leicht zu sein, auf Knopfdruck einen viralen Hit zu fabrizieren.

via Area Mobile

Samsung Galaxy S7 bei Amazon kaufenSamsung Galaxy S7 mit Vertrag bei DeinHandy.de

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Tuan Le
Tuan Le, GIGA-Experte.

Ist der Artikel hilfreich?

Kommentare zu dieser News

* Werbung