Link Bubble mit großem Material Design-Update, App an unbekanntes Startup verkauft

Rafael Thiel

Mit Link Bubble konnte Chris Lacy tatsächlich mobiles Surfen in Ansätzen revolutionieren – jetzt verkauft der umtriebige Entwickler sein Projekt an ein vorerst anonym bleibendes Startup. Doch bevor die Browser-Anwendung zusammen mit der App TapPath den Besitzer wechselt, hat der Schöpfer des Action Launchers noch ein umfangreiches Update auf Version 1.5 springen lassen. An Bord: Unterstützung für Dropdown-Listen, automatische URL-Weiterleitung sowie eine ordentliche Portion Material Design.

Die Idee hinter Link Bubble ist einfach und schnell erklärt: Beim Tippen auf einen Link innerhalb einer Anwendung, beispielsweise Google+ oder Facebook, öffnet sich nicht ein vollwertiger und fensterfüllender Browser, sondern Link Bubble fängt den Aufruf und lädt die entsprechende Webseite im Hintergrund. Ein kleiner Kreis mit (falls vorhandenem) Seitenlogo, der sich über die laufende App legt, dient als Ladefortschrittsindikator und Verknüpfung zum Inhalt. Das Ganze erinnert vom Prinzip an die Chat Heads des Facebook Messengers. Bei TapPath handelt es sich um eine Anwendung, die anhand der Anzahl, wie oft der Benutzer auf einen Link tippt, jeweils eine andere App aufruft – etwa Chrome statt Link Bubble; oder Pocket, um einen Text für später zu hinterlegen.

Link-Bubble-Seite
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Mittlerweile ist Link Bubble seit eineinhalb Jahren erhältlich und behauptet sich wacker – die kostenlose App wurde zwischen 100.000 und 500.000 Mal installiert, die kostenpflichtige Pro-Version immerhin noch zwischen 10.000 und 50.000 Mal. Doch der Entwicklungsprozess ging nur langsam voran und größere Aktualisierungen waren Mangelware. Das längst überfällige Update reicht Chris Lacy jetzt zwar nach, die Benutzer sind jedoch schon in Scharen zu flotteren Konkurrenzanwendungen gewandert – allen voran Flynx, das 100.000 bis 500.000 Installationen im Play Store aufweist.

Mit dem Action Launcher hat der Entwickler mindestens ein weiteres zeitraubendes Projekt im Portfolio, weswegen die jetzige Entscheidung Lacys wohl die einzig gangbare war: Link Bubble wird zusammen mit TapPath an ein frisches Startup verkauft – wie es heißt oder wer dahinter steckt, verrät der entsprechende Blogeintrag nicht. Allerdings versichert Lacy, dass wir, sobald sich die Käufer zu erkennen geben, ähnlich zuversichtlich gestimmt sein werden wie er.

Link Bubble 1.5 mit Dropdown-Unterstützung, Domain-Weiterleitung und Material Design

Link-Bubble-Einstellungen
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Zuvor galt es aber noch, Link Bubble auf die Höhe der Zeit zu bringen. So bringt Version 1.5 eine Reihe von überfälligen Verbesserungen: Dazu gehört die Unterstützung für Dropdown-Listen, die manche Webseiten erst in Link Bubble nutzbar macht und lautstark in den Bewertungen im Play Store gefordert wurde. Darüber hinaus kann der Benutzer domain-abhängige Weiterleitungen zu einem vollwertigen Browser einstellen – beispielsweise für den Fall, dass eine Webseite zu überladen für Link Bubble ist. Außerdem wurde die Oberfläche der App aufgebohrt. Neben Material Design im Allgemeinen zählt dazu etwa auch eine sich farblich der Webseite anpassende Toolbar.

Für Benutzer ändert sich durch den Verkauf übrigens zunächst einmal nichts. Wer Link Bubble Pro, das unter anderem mehrere „Bubbles“ auf einmal freischaltet, schon gekauft hat, braucht es nicht erneut zu kaufen. Zudem werden künftige Updates weiterhin via Play Store eintreffen. Wann das Startup an die Öffentlichkeit gehen wird, bleibt abzuwarten.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Quelle: The Blerg

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