Apple wird zukünftig für das mittlerweile in die Jahre gekommene Betriebssystem Snow Leopard (OSX 10.6) keine Updates mehr veröffentlichen. Das berichtete Computerworld, nachdem am Dienstag neben Mavericks nur noch die beiden Vorgänger Mountain Lion und Lion Sicherheitsupdates bekommen haben.

Bereits im Dezember blieb Snow Leopard außen vor, als Apple die Versionen 6 und 7 seines Browser Safari aktualisierte, aber Safari 5 ignoriert wurde. Diese Version ist die letzte Version des Browsers, die auf 10.6 läuft.

Dennoch wurde Snow Leopard ungewöhnlich lang in neue Updates mit einbezogen. In der Vergangenheit hat Apple sein aktuelles Betriebssystem und den Vorgänger mit neuen Versionen bestückt. Doch Apple hat seine Strategie geändert. Nun erscheint in jedem Jahr eine neue Version des Betriebssystems, anstatt nur alle zwei Jahre, wie es vorher der Fall war. Würde Apple weiterhin nur die aktuelle Versionen und seinen Vorgänger aktualisieren, läge die „Lebensspanne“ für die Software bei nur zwei Jahren. Daher ist Apple bemüht, nicht nur den Vorgänger mit Sicherheitsupdates zu versorgen, sondern auch ältere Versionen mit einzubeziehen. Das finale Sicherheitsupdate für das Snow Leopard gab es im September 2013.

os_x_support

Snow Leopard wurde im August 2009 veröffentlicht und ist das erste Betriebssystem, das nur noch mit Intel-Prozessoren läuft. Ältere PowerPC-Prozessoren werden nicht mehr untersützt. Allerdings ist 10.6 das letzte Betriebssystem, das noch Programme unterstützt, die für den PowerPC designed wurden. Das ist sicherlich ein Grund, warum es noch so verbreitet ist. Immerhin 19 Prozent der Mac-Nutzer  haben noch ein System mit Snow Leopard. Bei Lion und Mountain Lion sind es nur 16 Prozent. Die meisten (ehemaligen) Nutzer dieser beiden Systeme haben sich schnell auf das neue (kostenlose) Update Mavericks gestürzt, das mit 42 Prozent den größten Teil ausmacht.