MacBook mit iPhone-Prozessor? Die Hinweise in macOS verdichten sich

Florian Matthey 9

Die Anzeichen verdichten sich, dass Apple an Macs mit selbst entwickelten Chips statt mit Intel-CPUs arbeitet: Das Unternehmen hat am Wochenende völlig überraschend zumindest einen Teil des macOS für ARM-Chips veröffentlicht.

MacBook mit iPhone-Prozessor? Die Hinweise in macOS verdichten sich
Bildquelle: GIGA.

macOS: Der Kern ist immer noch ein Open-Source-Pojekt

Nach jeder Veröffentlichung eines größeren macOS-Updates veröffentlicht Apple auch den Quellcode der jüngsten Version des Kernels. Der zentrale Teil des Betriebssystems ist damit auch heute noch Open Source: Bekanntlich geht macOS auf das von Steve Jobs‘ Firma NeXT in den 1980er und 1990er Jahren entwickelte Betriebssystem NeXTSTEP zurück, das wiederum auf dem Open-Source-Unix-Projekt BSD basierte.

Der macOS-Kernel selbst ist kein wirklich praktisch verwendbares Betriebssystem; für Entwickler anderer Unix-Systeme sind Apples Fortschritte bei der Weiterentwicklung des Kernels aber sehr interessant. Der Kernel, den Apple jetzt zu macOS High Sierra veröffentlicht hat, ist aber besonders erwähnenswert.

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macOS High Sierra: Apple veröffentlicht erstmals Kernel für ARM-Chips

Denn: Apple hat nicht nur einen Kernel für x86-Prozessoren, also zum Beispiel für Intels Desktop- und Notebook-Chips, veröffentlicht – sondern auch für ARM-Prozessoren. ARM-Chips sind solche, die in Mobilgeräten zum Einsatz kommen – Apples Chips der „A“-Reihe wie der Apple A11 Bionic in dem aktuellen iPhone 8 nutzt bekanntlich eine ARM-Architektur.

Seit Jahren halten sich Gerüchte, dass Apple eines Tages auch Macs mit ARM-Chips veröffentlichen könnte – für die es dann natürlich ein macOS für die Prozessoren geben müsste. Angesichts der Tatsache, dass der A11 Bionic in Sachen Leistung sogar schon einige Modelle des MacBook Pro teilweise recht deutlich hinter sich lässt, erscheint ein solcher Schritt zunehmend wahrscheinlich. Erst letzte Woche machte ein Bericht die Runde, der aufzeigte, wie sehr Apple mittlerweile daran arbeitet, einen immer größeren Anteil der Chips in den eigenen Geräten selbst zu entwickeln.

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