iOS-Apps für macOS: So ernst nehmen Entwickler Apples neueste Idee

Florian Matthey 2

Eigentlich sollen Entwickler erst 2019 damit beginnen, ihre iOS-Apps auf den Mac zu bringen. Mit der Beta von macOS Mojave sind aber schon jetzt erste Experimente möglich. Ein erstes Fazit lautet: Apples Technologie hat noch Kinderkrankheiten, funktioniert aber recht gut.

macOS Mojave: Ein erster Schritt hin zu iOS-Apps für den Mac

Im Rahmen der Präsentation von macOS Mojave hat Apple am Montag angekündigt, dass Entwickler in Zukunft ohne großen Aufwand macOS-Versionen ihrer iOS-Apps erstellen können. Apple selbst hat das mit macOS Mojave bereits mit einigen eigenen Apps wie den „Aktien“- und „News“-App gemacht. Andere als die Apple-eigenen Entwickler sollen allerdings erst 2019 loslegen.

iOS-Apps für macOS: Aktuell noch mit Kinderkrankheiten

Der Entwickler Steve Troughton-Smith, der für seine „Bastelarbeiten“ mit Apples Software bekannt ist, hat sich dennoch schon jetzt an die Arbeit gemacht. Mit der Entwickler-Beta von macOS Mojave und der Beta der neuen Version von Apples Entwickler-Tool Xcode ist es bereits möglich, UIKit auf dem Mac auszuprobieren. UIKit ist das Framework für die grafische Benutzeroberfläche von iOS-Apps, das mit macOS Mojave auch erstmals Teil des macOS ist – neben dem Mac-eigenen Framework AppKit.

Troughton-Smith stellt erst einmal fest, dass die Größenveränderung bei UIKit-Apps aktuell ziemlich träge sei. Das Darstellen von tabellarischen Inhalten funktionierte mit UIKit unter iOS noch viel flüssiger als unter macOS. Außerdem gebe es noch Elemente der Benutzeroberfläche, die die Apps nach iOS-Apps aussehen lassen, auf dem Mac also einen Fremdkörper darstellen. Hier seien noch manuelle Anpassungen nötig.

Einen ersten Eindruck von macOS Mojave bekommt ihr übrigens mit unserer Bilderstrecke.

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macOS Mojave: So schön sieht der Dark Mode aus

macOS Mojave: Portieren von iOS-Apps zeigt großes Potential

Insgesamt funktioniere das Ganze aber schon ziemlich gut: Es gebe einige iOS-Apps, die sich mit „Marzipan“ – so der Codename für Apples iOS-Apps-für-macOS-Projekt – auf den Mac bringen lassen, ohne dass Benutzern irgendwelche Unterschiede zu AppKit-Mac-Apps auffallen würden.

Mit Grace App – eine App, die es Menschen mit Autismus erleichtert, mit anderen zu kommunizieren – hat Troughton-Smith dies bereits ausprobiert. Hier waren nur ein paar Anpassungen an den Elementen der Benutzeroberfläche nötig; für die Verwendung einer Mac-typischen Sidebar musste er außerdem auf ein Framework zurückgreifen, das Apple noch nicht freigeschaltet hat. Aber auch das funktioniert bereits offensichtlich schon ganz ordentlich. Das Potenzial ist also enorm und die Entwickler richtig gehypt. Was haltet ihr von iOS-Apps auf dem Mac?

Quelle: Steve Troughton-Smith via 9to5Mac

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