Apple muss Lizenzgebühren für Time Machine und Cover Flow entrichten

Thomas Konrad 7

Für Patente, die im Zusammenhang mit den OS-X-Funktionen Time Machine und Cover Flow stehen, muss Apple Lizenzgebühren in Höhe von 25 Millionen US-Dollar bezahlen. Das Unternehmen beendet damit einen langjährigen Gerichtsstreit.

Apple muss Lizenzgebühren für Time Machine und Cover Flow entrichten
Bildquelle: Apple.

Patent Nr. 6.006.227 aus dem Jahr 1999 beschreibt ein System, das Dokumente in chronologischer Reihenfolge darstellt — ähnlich arbeitet auch Time Machine in OS X und die Cover-Flow-Darstellung, die besonders auf dem ersten iPhone populär war.

Das Patent gehört Mirror World Technologies, seit 2013 Tochter von Network-1 Technologies. Mirror World verklagte Apple erfolgreich im Jahr 2010. 625 Millionen Dollar sollte der iPhone-Hersteller damals bezahlen, konnte jedoch eine Gegenklage durchsetzen. Der zuständige Richter schloss den Fall — zu Apples Gunsten.

Nun ist der Fall endgültig abgeschlossen: Apple lizenziert das Patent von Network-1 für 25 Millionen US-Dollar, heißt es in einer Pressemeldung. Damit erwerbe der Hersteller zugleich „gewisse Rechte an anderen Patenten im Network-1-Portfolio“.

Im vergangenen Jahr bezahlte auch Microsoft Gebühren in Höhe von 4,6 Millionen für das Patent, berichtet Macrumors.

Cover Flow ist im Jahr 2016 schon beinahe vorzeitliche Technologie. Viele Apple-Fans dürften beim Gedanken an vorbeiflatternde Album-Cover schon fast sentimental werden: Zuletzt gesehen wurde diese Aufbereitung der Musik-Mediathek auf dem iPhone unter iOS 6.

Mit iOS 7 verschwand Cover Flow gänzlich vom iPhone. Was 2007 noch ein Hauptverkaufsargument für den iPod nano war, interessiert inzwischen nur noch wenige. Aktuell findet man das Benutzeroberflächenelement nur noch im Mac-OS-X-Programm Finder.

Time Machine ist kaum jünger als das erste iPhone: Es war Teil von OS X 10.5 Leopard. Der Tiger-Nachfolger erschien im Herbst 2007 — später als geplant, weil Apple zahlreiche Mitarbeiter vom OS-X-Team für die Arbeit am iPhone einspannen musste. Im Januar 2008 stellte der damalige CEO Steve Jobs Time Capsule vor, einen Wi-Fi-Router mit integrierter Festplatte, speziell zugeschnitten auf die OS-X-Funktion Time Machine.

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