Warum manche Apps am Wochenende nicht mehr funktionierten

Florian Matthey

Seit einigen Jahren unterscheidet das macOS zwischen Mac-App-Store-Apps, Apps die von zertifizierten Entwicklern stammen und Apps von unzertifizierten Entwicklern. Mit Apps von zertifizierten Entwicklern gab es in den letzten Tagen aber Probleme.

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Entwicklerzertifikate: Sicherheitsfeature in aktuellen macOS-Versionen

Die jüngeren Versionen des macOS verfügen über ein Sicherheitsfeature: Neben den ohnehin durch Apple überprüften Apps aus den Mac App Store gibt es auch solche von zertifizierten Entwicklern. Apps von Entwicklern ohne Apple-Zertifikat lassen sich hingegen nur installieren, wenn der Benutzer dem ausdrücklich zustimmt. Die Maßnahme schützt vor allem vor der Installation von Malware.

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Apps von zertifizierten Entwicklern sollten eigentlich ohne Weiteres funktionieren. Für deren Benutzer und Entwickler gab es allerdings am vergangenen Wochenende ein böses Erwachen: Plötzlich erlaubte das macOS diesen Apps nicht mehr zu starten.

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Das Problem: Seit dem letzten Jahr hat Apple dem Betriebssystem ein weiteres Sicherheits-Feature namens „Provisioning Profiles“ hinzugefügt: Dieses gleicht Apps mit einer Online-Datenbank von Apple ab und teilt dem macOS mit, dass die Apps auf bestimmte Bereiche des Betriebssystems zugreifen dürfen. Diese Zugriffsberechtigung haben die Apps aber nur solange, wie das Entwicklerzertifikat gültig ist. Läuft dieses ab, verweigert das Betriebssystem den Apps den Start.

1Password & Co. verweigerten plötzlich ihren Dienst

Bislang mussten Entwickler nur dann ein neues Zertifikat verwende, wenn sie eine neue Version ihrer Apps veröffentlichten – einmal auf Rechnern installierte Apps konnten ohne Weiteres auf den jeweiligen Rechnern weiter arbeiten, auch wenn das Zertifikat abgelaufen war.

Offenbar war die Neuerung den Entwicklern nicht bekannt, so dass beispielsweise die Entwickler von AgileBits, die unter anderem den Passwort-Manager 1Password anbieten, überrascht waren, dass ihre Kunden die App am letzten Wochenende plötzlich nicht mehr verwenden konnten. Abhilfe schaffte die Installation der jüngsten Version von 1Password.

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Auch andere Apps verweigerten plötzlich den Dienst – die Gemeinsamkeit besteht offenbar darin, dass sie eine Anbindung an den iCloud-Account der Benutzer bieten. Entwickler, die solche und andere Features des Betriebssystems benutzen, werden also in Zukunft regelmäßig Updates ihrer Apps veröffentlichen müssen, damit diese lauffähig bleiben. Apps aus dem Mac App Store sind von diesem Phänomen allerdings nicht betroffen.

Quelle: AgileBits via Mac Rumors

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