Quickshare.exe entfernen: So wird man den Virus los!

Marco Kratzenberg

Quickshare nennt sich eine Browser-Toolbar, die sich als nützliches Programm einschleicht - oft als zusätzliche Installation nach einem Software-Download. Es gibt aber mittlerweile auch Viren mit dem gleichen Namen und so oder so sollte man sie loswerden Wir zeigen wie!

Quickshare.exe entfernen: So wird man den Virus los!

Quickshare (manchmal auch Snap.Do oder Smartbar genannt) wird von Webseitenbetreibern oder Programmierern an die Besucher und Downloader ausgeliefert. Der Gedanke dahinter ist, dass die Toolbar den Nutzern z.B. Coupons anbietet, mit denen man beim Kauf etwas sparen kann und der Vermittler erhält als Provision einen teil des Umsatzes. Es handelt sich also um AdWare oder korrekter sogar Malware. Denn die Software wird dem Nutzer hinterrücks untergeschoben, oft gut verborgen in der normalen Installation, und nistet sich dann ziemlich hartnäckig in alle installierten Browser ein. Wenn es richtig schlimm kommt, dann handelt es sich nicht einmal um die eigentliche Quickshare-Software, sondern um einen Trojaner, der erst einmal die gleichen Funktionen bietet, aber im Hintergrund z.B. Bank-Logins ausspioniert.

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Quickshare schrittweise entfernen: Schritt 1 - Deinstallieren

Sollte es sich um die (einigermaßen) seriöse aber nervige Version der Toolbar handeln, so kommt sie mit einer Deinstallationsroutine. In diesem Fall finden wir sie in der Systemeinstellung unter den Programmen unter verschiedenen Namen. Diese können beispielsweise Smartbar, Coupons bei Quickshare, Optimizer Pro oder auch nur Unknown lauten. Man muss in der Regel etwas suchen, wird dann aber mit Sicherheit etwas finden, an dessen Installation man sich nicht erinnern kann.

Quickshare entfernen: Schritt 2 - Browser säubern

Als sogenannte Browsertoolbar setzt sich Quickshare in den drei Hauptbrowsern, Firefox, Chrome und MSIE fest. In allen drei Browsern sollte man sie entfernen, was ziemlich viel Arbeit bedeuten kann. Denn sie setzt sich nicht nur als Toolbar fest, sondern biegt oft genug noch alle Suchanfragen um und verändert die Startseite des Browsers. Das Problem bei der sauberen Entfernung sin die unterschiedlichen Namen. Man sollte sich daran orientieren, was man während der Deinstallation entfernt hat.

Im Firefox finden wir unter „Extras - Addons“ eine Liste aller installieren Browserplugins. Wir erreichen die seit auch mit der Tastenkombination Strg-Umschalttaste-A. Nun einfach die Liste der Addons durchsuchen und alle verdächtigen deaktivieren - besser noch entfernen. Links in der Menüleiste finden wir noch den Punkt Plugins. Auch hier sollten wir nach solchen Eindringlingen suchen und sie nötigenfalls killen.

Bei Firefox sollte man in den Einstellungen danach noch kontrollieren, auf welchen Wert die Startseite gesetzt wurde und das evtl. wieder anpassen. Und schließlich müssen wir tatsächlich noch unter die Motorhaube gucken. Denn die Quickshare-Toolbar setzt sich mitunter noch in den Einstellungen fest, die man nicht so leicht erreicht. Das merkt man etwa daran, dass die Suchseite beim Neustart wieder auf einen falschen Wert zurückspringt, obwohl man das doch gerade geändert hat. Also gibt man in die Browser-Adresszeile ein: about:config.

Nun muss man bestätigen, dass man keinen Unsinn macht und kann danach loslegen. Hier werden alle Feineinstellungen von Firefox aufgelistet. Normalerweise kann man hier seinen Firefox tunen, um ihn schneller, besser bedienbar oder sicherer zu machen. Jetzt können wir auch einiges reparieren.

Im Suchfeld gibt man nun eine der Bezeichnungen ein, mit der wir es vorher schon zu tun hatten. Also etwa Quickshare, Unknown oder Optimizer. Sobald wir einen Eintrag finden, klicken wir ihn mit der rechten Maustaste an und wählen dort „Zurücksetzen“. Es ist keine weitere Speicherungsaktion notwendig. Nur noch Firefox schließen und neu starten.

Bei Google Chrome finden wir solche Plugins unter „Einstellungen - Erweiterungen“, nachdem wir mit einem Klick auf die drei waagerechten Striche oben rechts das Menü geöffnet haben. Neben jeder Erweiterung können wir diese mit einem haken aktivieren bzw. deaktivieren. Ein Klick auf das Mülleimer-Symbol entfernt die Erweiterung.

Im Microsoft Internet Explorer finden wir die Eindringlinge unter „Extras - Add-Ons verwalten“. Dort wählen wir „Symbolleisten und Erweiterungen“ Um wirklich alles zu sehen und zu erwischen, schalten wir unten links auf „Alle Add-Ons“-. Danach werden alle aufgelistet, auch wenn sie derzeit inaktiv sind. Nun stöbern wir wie gehabt durch die Erweiterungen und deaktivieren alles, was verdächtig erscheint. Wenn möglich, löschen wir es auch. Nachdem wir diese Seite geschlossen haben, wird der Browser neu gestartet und sollte die Störenfriede ebenfalls los sein.

Quickshare entfernen: Schritt 3 - Malwarescan

Den dritten Schritt sollte man im abgesicherten Modus durchführen. Denn nur so ist sichergestellt, dass wir auch an Software-Prozesse herankommen, die üblicherweise gesperrt sind. Zu diesem Zweck wird der Rechner neu gestartet und beim Hochfahren wird die Taste F8 gedrückt. Irgendwann taucht ein schwarzer Bildschirm mit einigen Auswahlmöglichkeiten in weiß auf. Hier wählen wir „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“, denn nur so bekommen wir Zugriff aufs Internet. Den brauchen wir, um das Programm Malwarebytes Anti-Malware zu downloaden und zu installieren. (Natürlich kann man das auch vor dem Neustart schon machen)

Das Programm hat nur eine Aufgabe und die erledigt es großartig. Es scannt das gesamte System und alle infrage kommenden Einstellungen und Dateien nach fragwürdigen Anwendungen durch. Das dauert eine Weile, doch am Ende listet uns das Tool seine Funde auf und wir können entscheiden, ob wir Programme unter Quarantäne stellen oder sie gewähren lassen. Wenn wir damit fertig sind, sollte Quickshare.exe entfernt sein. Jetzt können wir den Rechner neu starten und sind den Störenfried los.

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