Windows 10: Edge-Browser läuft bald in virtueller Umgebung für mehr Sicherheit

Peter Hryciuk

Microsoft hat mit dem „Windows Defender Application Guard“ eine neue Sicherung für den Edge-Browser unter Windows 10 Enterprise vorgestellt. Unternehmen sollen damit vor schadhaften Inhalten aus dem Internet geschützt werden.

Windows Defender Application Guard für Microsoft Edge vorgestellt.

Microsoft Edge: Browser führt Webseiten in virtueller Umgebung aus

Im Rahmen der Ignite-Konferenz hat Microsoft mit dem „Windows Defender Application Guard“ eine neue Funktion für Windows 10 Enterprise vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Funktion speziell für Unternehmen, um eine höhere Sicherheit für die Endgeräte und das Betriebssystem zu gewährleisten. Mitarbeiter, die mit dem Edge-Browser surfen und unbekannte und potenziell gefährliche Webseiten besuchen, werden zukünftig in einer virtuellen Umgebung arbeiten. Der Browser startet gefährliche Webseiten also von sich aus in dem abgesicherten Modus, in dem Webseiten keinen Zugriff auf Windows 10 und die Hardware erhalten. Potenziell gefährliche Inhalte, Malware und Schädlinge werden so in der virtuellen Maschine gehalten und erreichen das System nie.

Sandbox Windows Defender Application Guard

Der große Vorteil bei dieser Lösung ist, dass alles automatisch passiert. Der Benutzer muss nicht darauf achten, den sicheren Modus zu aktivieren. Wenn eine potenziell gefährliche Webseite besucht wird, startet der Browser direkt in der virtuellen Umgebung. Die IT des Unternehmens kann aber natürlich auch Webseiten freigeben und so den normalen Zugang erlauben. Deswegen ist diese Funktion zunächst nur für Unternehmenskunden und Windows 10 Enterprise vorgesehen.

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Zunächst nur für Windows 10 Enterprise und Microsoft Edge

Per Hyper-V und der in Windows 10 integrierten „Virtualization Based Security“ werden bestimmte Inhalte so vom restlichen System abgekapselt und haben demnach keinen direkten Zugriff mehr. Microsoft möchte diese Funktion zunächst nur für den eigenen Edge-Browser nutzen, da aus dem Internet die größten Gefahren für normale Nutzer bestehen. Da hier alles automatisch passiert, sind auch keine Schulungen nötig, um die Mitarbeiter darauf vorzubereiten. Ab 2017 wird diese Funktion im Insider-Programm zur Verfügung stehen und dürfte dann auch bald Teil des Betriebssystems werden.

Quelle: msedgedev via arstechnica

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