Besser als Powerpoint: Die kostenlose Präsentations-Software Prezi

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Einschläfernde Präsentationen mit Powerpoint und OpenOffice Impress gibt es zuhauf. Und es ist auch nicht leicht, in kurzer Zeit mit dem Werkzeugsatz dieser Anwendungen wirklich etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Die Folge: Das Publikum wird mit den immer gleichen Folienaufbauten malträtiert. Dass das nicht sein muss, beweist eindrucksvoll die kostenlos nutzbare Webanwendung Prezi.

Bei Prezi werden sämtliche üblichen Konventionen, die bei Präsentationssoftware üblich sind, kurzerhand über Bord geworfen. Erste Maßnahme: Es gibt keine Folien, sondern nur eine einzige Oberfläche, in der Prezi wie eine Kamera zoomen und schwenken kann.

Keine Folien – aber eine virtuelle Kamera

Auf dieser Präsentationsfläche können beliebig viele Elemente platziert werden. Das können Texte und Grafiken sein. AuchVideos lassen sich in Prezi integrieren.

Aller Anfang ist schwer: Neue Präsentation anlegen

Texte und Vektorgrafiken können leicht vergrößert, eingefärbt und gedreht werden. Tabellen sucht man bis jetzt in der Webanwendung vergebens. Wer sie benötigt, muss Grafiken einbinden.

Neuer Präsentationsaufbau

Der Aufbau einer Prezi-Präsentation muss anders geplant werden als eine klassische Powerpoint-Präsentation. Die Herangehensweise ähnelt eher der Mindmapping-Methode, bei der aber in diesem Fall keine Verbindungslinien zwischen den Stationen eingezeichnet werden. Die Gedankengänge werden vielmehr mit der virtuellen Kamera miteinander verbunden, die die Äste und ihre Teilbäume abfährt und herein- und herauszoomt.

Bearbeitungsoberfläche von Prezi

Wo die Kamera entlang fährt, kann man mit einem Pfad festlegen. Dabei sind auch Kameradrehungen möglich, doch sollte man das Publikum dabei im Blick haben: Allzu hektische Bewegungen könnten es schwer machen, die Präsentation zu verfolgen. Es sollen sich sogar schon Fälle von Seekrankheit bei Prezi-Präsentationen ereignet haben.

Gewöhnungsbedürftig: Das Bearbeitungswerkzeug

Und auch für den Redner ergibt sich eine andere Situation als bei klassischen Powerpoint-Präsentationen. Wer in seinem Vortrag unsicher ist, kann sich immer noch an der nächsten Folie orientieren – doch wenn es wie bei Prezi keine Folien mehr gibt, dann fällt diese Gedächtnisstütze weg. Die weitaus dynamischere Präsentationsform von Prezi erfordert es, dass man sich als Vortragender im Thema gut auskennt.

Prezi kann als Online-Präsentationswerkzeug genutzt werden, bei dem die Zuschauer online das Geschehen verfolgen. Einladungslinks können direkt aus der Anwendung heraus erzeugt und per E-Mail oder ähnlichen Wegen weiter gegeben werden.

Kostenlos heißt öffentlich

Die kostenlose Version von Prezi wird ausschließlich über den Webbrowser bedient. Die Präsentationen werden online auf dem Server des Anbieters gespeichert und können von dort aus aufgerufen, verlinkt und weiterempfohlen werden. Sie sind allerdings öffentlich einsehbar und mit einem kleinen Logo versehen. Hier greift das Geschäftsmodell von Prezi, das als Freemium bekannt ist. Wer die Logoeinblendungen oder die Öffentlichkeit nicht will, muss die kostenpflichtige Variante von Prezi wählen, die pro Jahr ungefähr 60 US-Dollar kostet. Für 160 US-Dollar im Jahr gibt es obendrein eine Offline-Version des Prezi-Editors.

Die iPad-Version von Prezi erlaubt das der Präsentationen und die Ausgabe über den VGA- bzw. HDMI-Ausgang von iPad 1 und 2. Leider lassen sich die Präsentationen auf dem iPad nicht bearbeiten, aber das kann ja noch kommen.

Winload-Fazit: Wer einmal etwas neues abseits ausgetretener Präsentationspfade probieren will, und es mit einem wohlgesinnten Publikum zu tun hat, der sollte Prezi einmal probieren. Zahlreiche Beispiele für gute Prezi-Präsentationen finden sich auf der Website des Anbieters.

DownloadKostenlose Webapp Prezi (Webbrowser mit Flash erforderlich)

Animierte Mindmaps als Präsentationswerkzeug

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