Office 365: Word, Outlook und PowerPoint bekommen neue Smart-Features

Marco Di Lorenzo

Microsoft integriert neue intelligente Funktionen in die Office 365-Suite und kuckt sich dabei einiges von Social-Media ab. Word verbindet sich etwa mit Online-Enzyklopädien und Wörterbüchern, PowerPoint wird zu Prezi und Outlook bekommt Facebook-Features.

Office 365: Word, Outlook und PowerPoint bekommen neue Smart-Features

Researcher und Editor: Word nimmt Studenten massiv Arbeit ab

Wer schon einmal Haus- oder Uni-Arbeiten geschrieben hat kennt das Problem: In dem Haufen an Online-Literatur verliert man schnell den Überblick, beim Einfügen in den Text wir regelmäßig die Formatierung zerstört und dann noch die Scherereien mit der korrekten Quellen-Angabe. Microsoft will dem User nun deutlich Arbeit abnehmen und erlaubt es mit der Funktion Researcher direkt in Word Themen zu recherchieren. Bei der Suche kommt der Knowledge Graph von Bing zum Einsatz, der diverse Online-Quellen durchforstet. Hat man die passende Information gefunden, kann man ganze Passagen per Drag-and-drop in sein Dokument einfügen. Word sorgt für passende Überschriften und sogar die richtige Quellenangabe.

Um seine Texte sprachlich zu verfeinern, wurde die Rechtsschreibprüfung stark verbessert. Zu den bekannten Verbesserungsvorschlägen liefert Word nun jeweils detaillierte Definitionen dazu. Ebenso erkennt die Software, wenn man Wörter in einem falschen Zusammenhang verwendet werden oder empfiehlt passendere Formulierungen. Auch dieses, als Editor bezeichnetes Feature, durchforstet hierfür diverse Internetquellen.

Word: Researcher und Editor.

Personen taggen in Outlook

Auch der E-Mail-Client Outlook bekommt zwei neue Funktionen. Wie aus vielen Sozialen-Netzwerken oder Messengern bekannt, ist es nun auch in E-Mails möglich, Kontakte mit einem „@“-Zeichen direkt im Text zu verlinken oder anzusprechen. Sollte sich diese Person noch nicht unter den Empfänger befinden, wird sie automatisch hinzugefügt. Werdet ihr in einer E-Mail verlinkt, wird euer Name zur besseren Übersicht farblich hervorgehoben. In der E-Mail-Vorschau wird zudem statt der ersten Wörter, bereits die Passage angezeigt, die speziell eure Aufmerksamkeit erfordert.

Mit der Focused Inbox unternimmt Microsoft dagegen einen erneuten Versuch, mehr Übersichtlichkeit in euren Posteingang zu bringen. Eine E-Mail wird künftig als „relevant“ oder „sonstiges“ kategorisiert. Per entsprechenden Tabs soll man so einen Überblick über die besonders wichtigen Nachrichten bekommen. Im Gegensatz zur bisherigen Funktion Clutter, die unwichtige E-Mails automatisch in einen anderen Ordner verschoben hat, landen künftig sowohl relevante als auch sonstige Nachrichten im Posteingang. Der Algorithmus, der dahintersteckt, sortiert sowohl nach Inhalten, als auch nach Personen und wie häufig man mit diesen kommuniziert.

PowerPoint: Zoom sorgt für Bewegung auf euren Slides

Man könnte jetzt böse behaupten; viele Jahre nach der Erscheinung von Prezi erkennt nun auch Microsoft, dass mehrdimensionale Bewegung in Präsentationen durchaus Sinn machen und gewissen Pepp bringen. Das lineare Blättern durch Slides ist vorbei: Mit Zoom könnt ihr euch künftig innerhalb einer Folie bewegen und gewissen Bildausschnitten nähern. Es ist nun auch möglich, mehrere Subfolien auf einem Slide zu platzieren und diese unabhängig voneinander zu animieren. Zoom macht definitiv Sinn und bringt der eingerosteten PowerPoint-Software eine Funktion, die längst überfällig war.

PowerPoint: Zoom.

Quelle: Microsoft Office Blog via Engadget

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