Microsoft: Stephen Elop soll Office für iOS befürworten

Florian Matthey

Wird der Führungswechsel bei Microsoft endlich eine Version von Microsoft Office fürs iOS mit sich bringen? Gerüchten zufolge soll Stephen Elop, ein aussichtsreicher Kandidat für die Rolle als Microsoft-CEO, die Ausweitung der Office-Suite auf andere Plattformen planen.

Microsoft: Stephen Elop soll Office für iOS befürworten

Seit August ist bekannt, dass der aktuelle Microsoft-Chef Steve Ballmer bis Sommer nächsten Jahres zurücktreten will. Im September verkündete Microsoft die Absicht, die Handy-Sparte von Nokia zu übernehmen. Im Zuge dessen kam auch der bisherige Nokia-CEO Stephen Elop zurück zu Microsoft – und gilt nun als aussichtsreicher Kandidat für die Ballmer-Nachfolge.

Bloomberg will aus Elops Umfeld erfahren haben, was für Pläne er für das Unternehmen hegt – für den Fall, dass er tatsächlich Microsoft-CEO werden sollte. Elop wolle unter anderem die bisherige Strategie, mit Microsoft Office mehr Kunden für die Betriebssysteme Windows, Windows Phone und Windows RT zu gewinnen, aufgeben und stattdessen auch Microsoft-Office-Versionen für Android und fürs iOS anbieten. Offenbar hält Elop die zusätzlichen Umsätze, die Microsoft so mit Office generieren könnte, für wichtiger als solche, die durch eine Stärkung der Windows-Plattformen entstehen.

Gerüchte, dass Microsoft an einer Office-Version fürs iOS arbeitet, halten sich seit Jahren. Bisher ist daraus aber noch nichts geworden – möglicherweise aufgrund der bisherigen Strategie zur Stärkung von Windows. Dazu passt auch, dass sich Microsoft nach der Präsentation der neuen iPads in einem Blog-Eintrag abfällig über das Apple-Tablet und Apples iWork äußerte: Ein iPad sei gut zum „Zeit totschlagen“, richtige Produktivität gebe es aber dank Office nur mit Windows-Geräten.

Elop soll außerdem planen, die eigentlich gut laufende Microsoft-Sparte für die Videospiele-Konsole Xbox zu verkaufen. Auch habe Elop die Absicht, die Suchmaschine Bing einzustellen. Insgesamt scheint es Elops Strategie zu sein, dass sich Microsoft in Zukunft wieder stärker auf das frühere Kerngeschäft konzentrieren soll.

Microsoft wollte den Bericht nicht wirklich kommentieren: Ein Sprecher des Unternehmens erklärte lediglich, dass das Unternehmen Bloombergs Ausflüge in den Bereich Fiktion zu schätzen wisse und sich auf weitere Episoden freue.

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