Echo Lock-Screen: Microsoft übernimmt Sperrbildschirm-App

Oliver Janko 1

Microsoft war mal wieder auf Einkaufstour: Der Windows-Hersteller hat Double Labs geschluckt – ein Entwicklerstudio, das vor allem durch die Lockscreen-App „Echo Lock-Screen“ bekannt war. Die Anwendung gehört nun zu den Redmondern und soll als Grundlage für verbesserte Sperrbildschirme dienen.

Echo Lock-Screen: Microsoft übernimmt Sperrbildschirm-App

Echo Lock-Screen stellt dem Nutzer mehr Möglichkeiten zur Personalisierung zur Verfügung, der Lockscreen verwandelt sich damit mehr oder weniger in eine vorgeschaltete Sammelstelle für Benachrichtigungen. Zudem lassen sich einige Einstellungen vornehmen, ohne das Gerät entsperren zu müssen. Eine praktische Sache mit Potential, was wohl auch Microsoft mitbekommen hat: Ab sofort gehört Double Labs zur Windows-Truppe – und damit eben auch die einzige App der Entwickler. Microsoft hat große Pläne mit Echo: Man wolle einerseits die eigene Expertise erweitern, andererseits aber auch neue Wege beschreiten und den Umgang mit Informationen weiter verbessern, erklärte Julie Larson-Green, Chief Experience Officer bei Microsoft, im Interview mit dem UK Business Insider.

Die Entwicklung solle rasch vorangetrieben werden, bislang sieht Larson-Green Sperrbildschirme „nur als Liste von Benachrichtigungen“, kein Betriebssystem biete sinnvolle Möglichkeiten zur Personalisierung. Mit Echo soll sich das künftig ändern, was auch den Kauf der Android-App erklärt: Es sei eine ideale Plattform, um neue Dinge auszuprobieren – einfach, weil Android viele Millionen Anwender habe und den Entwicklern einen tiefen Eingriff ins System ermögliche.

Android dient als Spielwiese für Microsoft

Echo Lock-Screen fungiert künftig also gewissermaßen als Testdummy: Wenn sich die Verbesserungen bewähren und auf positive Resonanz treffen, könnten die gesammelten Erfahrungen auch in Windows 10 oder Windows 10 Mobile einfließen. Mit einer separaten App könne man sicherstellen, keine halb-fertigen oder fehlerhaften Funktionen in das Betriebssystem zu übernehmen, erklärte Larson-Green die Vorgehensweise weiter. Über einen genauen Zeitraum für etwaige Updates schwieg sie sich allerdings aus, das dürfte noch eine Weile dauern. Für Android-Nutzer ändert sich aber vorerst ohnehin nicht viel, die App steht nach wie vor kostenlos im Play Store parat.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Quelle: Business Insider, via Caschy

LG G4 bei Amazon kaufen *

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung