Dateiname zu lang - Fehlermeldung schnell behoben

Kristina Kielblock 7

Ihr wollt eine Datei öffnen, verschieben, kopieren oder löschen, aber Windows erlaubt den Zugriff nicht, weil der Dateiname zu lang ist? Ihr habt den Namen der Datei bereits gekürzt, aber die Fehlermeldung erscheint immer noch?  Wir erklären euch in unserem Tipp des Tages die Ursache des Problems und zeigen euch die Lösung!

Zu lange Dateinamen: So behebt ihr das Problem.

Dateiname zu lang: Wie kommt das zustande?

Zunächst müsst ihr beachten, dass der Dateiname den kompletten Pfad einer Datei umfasst, d.h. also auch den Namen und Ort des Ordners, in dem die Datei abgelegt wurde. Sind der Name des Ordners und der Dateiname zusammen länger als 256 Zeichen ist der Dateiname zu lang und es erscheint die Fehlermeldung des Explorers: „Zielpfad zu lang„.

Screenshot-Dateiname-zu-lang_02

Ihr könnt die Datei in diesem Fall nicht löschen oder verschieben, teilweise noch nicht einmal öffnen oder umbenennen. Überlange Dateinamen können auch beim Entpacken mit WinRar Probleme verursachen.

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Dateiname zu lang: Was könnt ihr machen?

Die absolut simpelste Lösung ist durch Verschieben des Ordners auf den Desktop, den Pfadnamen zu kürzen, in einigen Fällen ist diese Aktion bereits ausreichend, um den Ordner/die Datei z.B. löschen zu können.

Sollte dies nicht genügen, müsst ihr den Namen des Ordners ändern, so dass Ordner- und Dateiname unter der 256-Zeichen-Regel bleiben. Ist dies geschehen, könnt ihr danach die Datei umbenennen und deren Namen dabei verkürzen. Im Anschluss daran könnt ihr wahrscheinlich auch dem Ordner wieder seinen alten Namen verpassen. 

Gerade beim Verschieben oder Kopieren der Dateien kann es sein, dass Windows keine Fehlermeldung generiert, sondern den Vorgang einfach nicht oder nur teilweise durchführt. In diesem Fall liegt die Ursache aber auch häufig darin, dass der Dateiname zu lang ist.

Löschen von Dateien mit der Windows-Eingabeaufforderung (cmd.exe)

Ein wenig fortgeschrittener ist die Behandlung der Dateien mithilfe der CMD-Befehle unter Windows. Dies ist aber durchaus eine empfehlenswerte Vorgehensweise, wenn es um viele Ordner und Dateien geht, die gelöscht werden sollen und dazu umbenannt werden müssten, da ihr Dateiname zu lang ist. Der Zugriff über die Eingabeaufforderung erspart dann einiges an Zeit. Um den vollständigen Pfad angezeigt zu bekommen, muss das entsprechende Häkchen in den „Ordneroptionen“ gesetzt sein. Ihr findet diese Einstellung im Explorer (Arbeitsplatz) unter „Extras“ – „Ordneroptionen“ oder über die Systemsteuerung unter „Darstellung und Anpassung“ und „Ordneroptionen„. In diesem Menü setzt ihr einen Haken bei „Vollständigen Pfad in der Titelzeile anzeigen„.

Screenshot_vollstaendiger Pfad

  1. Ihr öffnet das Windows-Start-Menü und gebt in das Explorer-Eingabefeld „cmd“ ein. Eure Eingabe bestätigt ihr mit Enter.
  2. Gebt den Befehl „del“ und den Pfad des betreffenden Ordners in die sich öffnende Maske ein und bestätigt den Vorgang mit Enter.
    • Beispielsweise kann eure Eingabe dann so aussehen:
      • del C:\Users\Giga\Software\Desktop\Artikel_Test2015

screenshot cmd Pfadeingabe

Eure Eingabe bestätigt ihr dann nach der entsprechenden Abfrage mit „j“ und Enter und alle Dateien des Ordners werden gelöscht.

Artikelbild: Ladyheart via morgueFile free photos

 

    

 

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Mein erstes Betriebssystem war Windows 3.1. Danach kam Windows 98, ME, XP und 7. Vista, Windows 8 oder Windows 10 sind nicht meine Betriebssysteme. Mittlerweile bin ich bei Linux Mint Cinnamon gelandet. Wie sehen eure Erfahrungen aus? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare.

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