Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate.

Mieter sollten nicht darauf vertrauen, dass sie Mietverträge stets mit nur drei Monaten Frist kündigen können. Zwar gelten Kündigungsfristen, die für Mieter ungünstiger sind, grundsätzlich nicht. Vereinbaren Mieter und Vermieter aber ausdrücklich, dass sie eine Zeit lang auf das Kündigungsrecht verzichten, gilt diese Vereinbarung.

Alte Mietverträge mit anderer Kündigungsfrist

Seit der Mietrechtsreform vom 1. September 2001 gilt grundsätzlich die dreimonatige Kündigungsfrist. Doch bei Altverträgen aus der Zeit davor ist die Situation etwas schwieriger. Hier kommt es auf den genauen Wortlaut des Vertrags an. Bei den alten im Vertrag genannten Fristen bleibt es, wenn im Vertrag die frühere gesetzliche Regelung wörtlich oder sinngemäß wiederholt wird. Dann können Mieter und Vermieter bei einer Wohndauer bis zu fünf Jahren mit drei Monaten Frist kündigen. Bei mehr als fünf Jahren Wohndauer gelten sechs Monate Frist, bei über acht Jahren neun Monate, ab zehn Jahren zwölf Monate.

Es lohnt sich also auf jeden Fall ein Blick in den Mietvertrag. Dies gilt auf für die Parteien, die den Vertrag abgeschlossen haben. Die jeweilige Kündigung ist von allen, z. B. Mietern, zu unterzeichnen und an alle Vermieter zu richten!

Praktische Hinweise für die Kündigung eines Mietvertrages

schlüssel
Damit bei der Kündigung und der folgenden Übergabe nichts schief geht, solltet ihr die folgenden Punkte beachten.

Hier wichtige Hinweise, wie es mit der Kündigung eines Mietvertrages auf jeden Fall reibungslos klappt:

  • Die Kündigung muss bis zum dritten Werktag eines Monats beim Vermieter sein, dann endet das Mietverhältnis – von oben genannten Ausnahmen abgesehen – mit dem Ende des übernächsten Monats.
  • Die Kündigung sollte man schriftlich verfassen.
  • Gibt es mehrere Mieter, müssen alle unterschreiben.
  • Per Post ist ein Einschreiben erste Wahl - am besten Einwurfeinschreiben, da es sonst zurückkommt, wenn der Vermieter nicht zuhause ist.
  • Bevor man renoviert, sollte man den Mietvertrag zunächst einem Mieterverein zeigen. In vielen Verlagsvordrucken ist die Renovierungspflicht viel zu streng und deshalb gar nicht gültig.
  • Im Idealfall sollte man zur Wohnungsübergabe einen Zeugen mitbringen und ein Protokoll verfassen.
  • Für die Rückzahlung der Kaution kann der Vermieter sich meist ein halbes Jahr Zeit lassen.

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