Firefox und Java - Tipps zum Umgang mit dem Web-Team

Marco Kratzenberg

Auf vielen Webseiten werden inzwischen multimediale Inhalte angeboten, die nicht nur vom Browser allein dargestellt werden können. Für interaktive Browsergames muss der Webbrowser Java-Code ausführen können. Haben Sie sich den populären Browser Mozilla Firefox heruntergeladen, benötigen Sie zusätzlich das Java-Plugin.

Seit der Version 6 Update 10 enthält Java von Haus aus das passende Plugin für Firefox, sodass keine zusätzliche Installation nötig ist. Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, stets die aktuelle Version von Java installiert zu haben. Ob Sie Java in Ihrem Browser verwenden, welche Version auf Ihrem Rechner installiert ist und ob eine neue Version verfügbar ist, erfahren Sie beispielsweise auf der Java Homepage oder auf Javatester.org.

Die Firefox Java Console: Was das Plugin tut und wie man es entfernt

Mit den früheren Versionen von Java kam automatisch auch die Java Console, die im Firefox Add-on-Manager als eigene Erweiterung angezeigt wird. Die Java Console sollte als Debug-Helfer für Entwickler dienen, um ihre Java-Webprogramme zu überwachen und etwaige Fehler zu beseitigen. Da jedoch auch viele Entwickler auf andere Debug-Tools umgestiegen sind, wurde die Weiterentwicklung der Java Console schnell wieder eingestellt.

Seitdem kam bei einem Update der Firefox-Version häufig die Meldung, die Java Console sei nicht mehr kompatibel zum neuen Firefox. Die Console wird dann automatisch deaktiviert. Da sie aber für den Privatanwender keine Funktionen bietet, kann man sie auch gleich entfernen. Dies kann jedoch nicht aus dem Add-on-Manager erledigt werden.

Das Plugin kann nur manuell über den Windows Explorer entfernt werden. Navigieren Sie dazu in den extensions-Ordner von Firefox (also zum Beispiel C:Programme (x86)Mozilla Firefoxextensions). Hier finden Sie mehrere Ordner, die mit der Zeichenkette {CAFEEFACbeginnen. Bevor Sie die Ordner löschen, schließen Sie Firefox, da einige Dateien sonst nicht gelöscht werden können.

Nachdem die Ordner entfernt worden sind, taucht die Java Console nicht mehr in den Erweiterungen auf. Auch Kompatibilätsmeldungen kommen nun nicht mehr vor.

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In Firefox Java deaktivieren: Sicherheit geht vor

Seit längerer Zeit ist eine Sicherheitslücke in Java bekannt, die von speziell manipulierten Webseiten ausgenutzt werden kann, um Schadcode auszuführen. Daher kann es sinnvoll sein, Java zu deaktivieren, wenn man es nicht benötigt. Da auch Java-Hersteller Oracle hierzu noch keinen Patch liefern konnte und auch sonst keine andere Verteidigungsmöglichkeit gegen diese Sicherheitslücke bekannt ist, wird diese Vorgehensweise auch dringend empfohlen.

Öffnen Sie zum deaktivieren von Java den Firefox Add-ons-Manager über den Menüpunkt Firefox => Add-ons. Im Abschnitt Plugin finden Sie einen Eintrag Java(TM) Platform mit entsprechender Versionsnummer. Klicken Sie für dieses Add-on auf die Schaltfläche Deaktivieren.

Möglicherweise fordert Sie Firefox nun auf, den Browser neu zu starten. Führen Sie den Neustart aus, werden Java-Programme nun nicht mehr in Ihrem Browser ausgeführt. Bis Oracle ein Java-Update liefert, sollten Sie diese Erweiterung aus Sicherheitsgründen deaktiviert lassen.

Auch das Firefox Plugin NoScript ermöglicht es, Java-Code zu blockieren. So sind Sie zuverlässig vor schädlichen Webseiten geschützt.

Firefox und Java: Die Webtechnik auf dem neuesten Stand halten

Ab Windows 2000 bietet Java an, automatisch nach Updates zu suchen und Sie zu benachrichtigen, wenn neue Java-Versionen verfügbar sind. Dies sollte bei Möglichkeit in Anspruch genommen werden, da sicherheitskritische Updates sonst vergessen werden könnten. Auch der Plugincheck von Mozilla kann die installierten Erweiterungen auf ihre Aktualität überprüfen.

Um die Sicherheit des Computers zu erhöhen, wird weiterhin empfohlen, ältere Java-Versionen zu deinstallieren. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Hersteller-Homepage.

Der Browser Mozilla Firefox schützt seine Benutzer inzwischen, indem er die Java Versionen niedriger als Version 7 Update 8 blockiert und den User über unsichere Plugins informiert.

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