Inkognito-Modus einschalten bei Firefox, Chrome und IE

Marco Kratzenberg

Den Inkognito-Modusgibt es sowohl in Firefox, Google Chrome und Microsoft Internet Explorer. Doch was bedeutet das eigentlich und wie aktiviere ich ihn?

Wer sich ins Internet begibt, der hinterlässt Spuren. Der Provider speichert, welche Webseiten ich besucht habe. Die Webseiten speichern, wann ich da war, mit welchem Browser und woher ich gekommen bin. Und nicht zuletzt wird auf dem Rechner abgespeichert, welche Seiten ich besucht habe. Parallel dazu legen Webseiten noch Cookies und Javascripte auf meiner Festplatte ab und der Browser speichert alle geladenen Bilder sowie den Code der besuchten Seiten.

Google Chrome Inkognito-Modus Video.

Wer nach mir den Rechner benutzt, kann mit relativ wenig Aufwand meinen Weg durchs Internet verfolgen. Und mit einigen der Cookies kann er sich sogar in Webseiten einloggen, die ich nicht ordnungsgemäß geschlossen habe. Meine Geheimnisse sind ein Problem. Aber daraus kann sogar finanzieller Schaden entstehen.

Was bedeuten Inkognito-Modus bzw. InPrivate browsen?

Ein Browser speichert Dateien auf unserem Rechner. In vielen Fällen geschieht das zu unserer Bequemlichkeit. Der Browserverlauf soll mir z.B. helfen, dass ich schnell eine Seite wiederfinde, auf der ich gestern war, die ich aber nicht in den Favoriten gespeichert habe. Und der Browser-Cache speichert die Bilder und Inhalte besuchter Seiten auf der Festplatte, damit ich sie bei einem erneuten Besuch nicht nochmal aus dem Internet holen muss.

Das mag zu Zeiten von ISDN oder alten Modemverbindungen durchaus nützlich gewesen sein. Doch heute werden die Inhalte mit so hoher Geschwindigkeit übertragen, dass das erneute Laden nicht mehr ins Gewicht fällt. Dafür verrät es aber jedem, der auf meiner Festplatte herumschnüffelt, wo ich war und welche Seiten und Bilder ich mir angesehen habe. Das kann Überraschungen vermiesen, wenn die Freundin das nächste Reiseziel oder Geschenk sehen kann. Das kann zu Kündigungen führen, wenn auf dem Büro-PC das private Surfen verboten ist.

Doch gibt es eben jetzt in jedem namhaften Browser die Möglichkeit des privaten Surfens. Sie heißt Inkognito-Modus, Privater Modus oder InPrivate Browsen, aber das Prinzip ist bei allen Webbrowsern dasselbe: Es wird ein neues Browserfenster gestartet, das ab sofort keinerlei Daten über die Surfsession mehr auf der Festplatte ablegt. Cookies, temporäre Dateien, Browserverlauf und Co. Werden ausgesperrt. Alles was während der Sitzung benötigt wird, schiebt der Browser in den Arbeitsspeicher. Aber auf die Festplatte kommt nichts davon. Nun gut, streng genommen werden Inhalte sich in der Windows-Auslagerungsdatei finden lassen, aber dafür braucht man schon ein Spezialprogramm zur forensischen Untersuchung. Auf jeden Fall aber sieht mit den üblichen Mitteln keiner mehr, wohin die Reise ins Internet ging.

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„Inkognito-Modus“ auf dem Smartphone: Surfe sicher und sauber im Web mit iPhone und Co.

So schalten wir in den verschiedenen Browsern in den Inkognito-Modus

Die drei großen Browser, Firefox, Chrome und Microsoft Internet Explorer, verfügen jeweils über eine spezielle Tastenkombination, mit der man ein privates Fenster aufrufen kann. Uns befindet man sich in so einem Fenster, sieht man das auch deutlich an einer speziellen Kennzeichnung.

Inkognito-Modus in Firefox aktivieren

Der Mozilla-Browser nennt den Modus im Menü „Neues privates Fenster“ oder einfach „Privater Modus“. Wir erreichen es mit der Tastenkombination Strg – Umschalttaste – P. Daraufhin öffnet sich ein komplett neues Browserfenster, parallel zum ohnehin schon geöffneten Fenster. Den privaten Modus erkennen wir an einer kleinen, violetten Maske, die rechts oben eingeblendet wird. Man sollte hier das ursprüngliche Browserfenster schließen, um nicht versehentlich im öffentlichen Modus zu surfen.

Sobald man das Private Fenster schließt, endet der Modus wieder. Öffnet man Firefox erneut, so befindet man sich wieder in der normalen Programmart und alle Chroniken werden wieder angelegt. Allerdings besteht die Möglichkeit, prinzipiell inkognito zu surfen. Unter „Extras – Einstellungen“ befindet sich bei Firefox der Kartenreiter Datenschutz – ebenfalls durch eine Maske gekennzeichnet. Hier gibt es, etwa in der Mitte, die Option „Immer den privaten Modus verwenden“. Nun wird Firefox neu gestartet und befindet sich automatisch im privaten Modus. Gleichzeitig wird der aktive, private Modus nicht mehr angezeigt.

Weiter: So aktiviere ich den Inkognito-Modus in Google Chrome und MSIE

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