„Reply“ bedeutet antworten, „no“ bedeutet nein oder nicht. „Noreply“ bedeutet demnach „nicht antworten“. Aber was hat das in einer E-Mail-Adresse zu suchen?

 
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Sehr häufig findet man eine Adresse wie noreply@xyz.de als Absender von Newslettern. Die Absicht dahinter ist immer die gleiche: Man will den Empfänger der Mail daran hindern, einfach mit Hilfe des Antwort-Buttons seines E-Mail-Programms eine Mail an den Absender zu schreiben. Doch warum wird so etwas gemacht?

Noreply soll Mails an falsche Empfänger verhindern

Eine E-Mail-Adresse mit noreply soll in erster Linie dafür sorgen, dass etwaige Anfragen an den Absender in der richtigen Abteilung landen. Darum wird beim Einrichten des Newsletter-Programms als Absender-Adresse so etwas wie etwa „noreply@mediamarkt.de“ eingerichtet. Diese Adresse existiert gar nicht! Es gibt kein E-Mail-Konto dahinter und sollte man dennoch an diese Adresse schreiben, so kommt nur eine Unzustellbarkeitsmeldung zurück.

Noreplay-Adressen werden genutzt, damit auf eine Mail keine Antworten folgen können
Noreplay-Adressen werden genutzt, damit auf eine Mail keine Antworten folgen können

Denn in der Regel benutzen größere Firmen mehrere verschiedene Mailadressen und wollen natürlich, dass z.B. eine Supportanfrage nicht an die allgemeine Adresse gerichtet wird oder eine Nachfrage wegen Werbekosten an die Abteilung für technischen Support.

Aus diesem Grund findet man in der Regel am Ende des Newsletters eine reale Kontaktadresse oder den Link zu einer Kontaktseite, die man zur direkten Kommunikation nutzen kann.

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Eine Noreply-E-Mail-Adresse erzeugen

Grundsätzlich entscheidet ihr selbst, welche E-Mail-Adresse in einem Programm wie Thunderbird oder Outlook als ausgehende Adresse verwendet wird. Das muss nicht einmal die E-Mail-Adresse sein, von der aus ihr eure Mails versendet.

Oder um es anders auszudrücken:

  • Ihr könnt das Konto müller@firmenname.de nutzen und euch mit dieser Adresse auch auf dem E-Mail-Server anmelden.
  • Trotzdem könnt ihr im Mailprogramm eine völlig andere Absenderadresse angeben.
  • Das kann etwa so etwas wie noreply@firmenname.de sein.
  • Dafür nutzt man die Funktion „reply to“ eures E-Mail-Programms, die man auch „Antwortadresse“ nennt.
Bildquelle: GIGA

In Thunderbird könnt ihr eine noreply-Adresse so einrichten:

  1. Startet Thunderbird und klickt auf die Bezeichnung eures Kontos.
  2. Rechts oben im Fenster findet ihr den Link „Kontoeinstellungen“. Klickt darauf, um sie zu öffnen.
  3. Im Abschnitt „Standard-Identität“ findet ihr das (leere) Feld „Antwortadresse“. Das ist üblicherweise dazu gedacht, eine Adresse anzugeben, an die Antworten gehen sollen, statt euch zu erreichen. Also etwa eine Supportabteilung oder das Vorzimmer.
  4. Tragt dort nun zum Beispiel „noreply@firmenname.de“ ein.

Eure Mails laufen ab jetzt zwar weiter über euer normales Konto, aber die Empfänger bekommen als Absender diese noreply-Adresse angezeigt.

Bildquelle: GIGA

Wie ihr sehen könnt, erkennt Thunderbird bei einem Antwortversuch, dass es sich vermutlich um eine Sackgasse handelt und warnt euch vor dem Absenden.

Ihr solltet das nur einsetzen, wenn ihr keine Antworten wollt oder erwartet und das Feld nach dem Versand sofort wieder leeren.

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