Was bedeutet noreply in einer E-Mail-Adresse?

Marco Kratzenberg 1

Reply bedeutet antworten, no bedeutet nein oder nicht. Noreply bedeutet demnach „nicht antworten“. Aber was hat das in einer E-Mail-Adresse zu suchen?

Sehr häufig findet man eine Adresse wie noreply@xyz.de als Absender von Newslettern. Die Absicht dahinter ist immer die gleiche: man will den Empfänger der Mail daran hindern, einfach mit Hilfe des Antwort-Buttons seines E-Mail-Programms eine Mail an den Absender zu schreiben. Doch warum wird so etwas gemacht?

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Noreply soll Mails an falsche Empfänger verhindern

Eine E-Mail-Adresse mit noreply soll in erster Linie dafür sorgen, dass etwaige Anfragen an den Absender in der richtigen Abteilung landen. Darum wird beim Einrichten des Newsletter-Programms als Absender -Adresse so etwas wie noreply@mediamarkt.de eingerichtet. Diese Adresse existiert gar nicht! Es gibt kein E-Mail-Konto dahinter und sollte man dennoch an diese Adresse schreiben, so kommt nur eine Unzustellbarkeitsmeldung zurück.

Denn in der Regel benutzen größere Firmen mehrere verschiedene Mailadressen und wollen natürlich, dass z.B. eine Supportanfrage nicht an die allgemeine Adresse gerichtet wird oder eine Nachfrage wegen Werbekosten an die Abteilung für technischen Support.

Aus diesem Grund findet man in der Regel am Ende des Newsletters eine reale Kontaktadresse oder den Link zu einer Kontaktseite, die man zur direkten Kommunikation nutzen kann.

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Noreplay als eigene E-Mail-Adresse einsetzen

Es ist meist etwas kompliziert für die meisten von uns, im Mailprogramm wie Thunderbird eine eigene noreply-Adresse einzusetzen. Dabei ist es eigentlich sogar egal, was da als Absender steht. Zu diesem Zweck kann man eine beliebige andere, nicht existente Adresse einsetzen. Nur sollte man vermeiden, eine Adresse einzusetzen, die es vielleicht tatsächlich gibt. Denn dann wird deren Inhaber von falschen Antwortmails belästigt und im Falle eines Newsletters findet der schnell raus, woher die Mail wirklich stammt.

Noreply soll also auch dem Empfänger klarmachen, dass er eine Antwort an diese Adresse gar nicht erst versuchen muss. Wenn man Thunderbird häufig für solche Zwecke nutzt, dann lohnt es sich, dafür im Mailprogramm ein eigenes Konto einzurichten. Die Zugangsdaten müssen natürlich die einer realen E-Mail-Adresse sein, weil uns sonst u.U. der Server gar keine E-Mail versenden lässt. Und dann kann man bei jeder E-Mail zwischen den verschiedenen Absenderadressen wechseln.

In einem Newsletter-Skript ist das etwas unkomplizierter. Da trägt man die gewünschte Adresse einfach in die FROM-Adresse ein. Versendet wird über eine PHP-Schnittstelle und die Autorisierung erfolgt serverseitig. Da kann man dann wirklich verwenden, was immer einem in den Sinn kommt.

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