NAPS2 (Not Another PDF Scanner)

Marco Kratzenberg

NAPS2 ist die Abkürzung für „Not Another PDF Scanner 2“. Diese handliche Freeware lässt euch Seiten scannen und direkt als PDF speichern. Dank eingebauter Texterkennung könnt ihr Texte im PDF sogar durchsuchbar machen.

Die bislang verfügbaren Programme, mit dem man Seiten vom Scanner als PDF-Dokumente speichern kann, unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich ihrer Bedienung. Und da ist die Freeware NAPS2 ganz weit vorne! Jeder versteht auf Anhieb, wie er damit umgehen muss. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und ein kleines Extra gibt es auch noch.

PDF zuschneiden (GIGA-Tutorial).

NAPS2: PDF-Scanner mit Texterkennung

Es gibt einen großen Unterschied zwischen PDF-Dokumenten. Stammen sie aus einer Textverarbeitung, dann kann man sie in der Regel auch als PDF-Datei noch durchsuchen und Text gezielt anspringen. Wurde hingegen Text einfach eingescannt, dann handelt es sich im Grunde um ein Foto der Seite, das als Bild in eine PDF-Seite eingebunden wurde. Durchsuchen lässt sich da nichts! Daran konnte bislang auch der beste PDF-Scanner nichts ändern.

Dieser Unterschied wird durch NAPS2 gründlich verwischt. Denn nach dem Einscannen könnt ihr das Bild von einer eingebauten Texterkennung behandeln lassen. Dadurch dauert das Speichern einer eingescannten PDF-Datei zwar merklich länger, aber das Ergebnis ist erstaunlich

Es lassen sich viele Sprachen aus dem Netz herunterladen und integrieren. Das dauert nur Sekunden. Anschließend wählt man unter dem Button Texterkennung noch an, dass man die PDF-Datei mittels OCR durchsuchbar machen will und wählt die passende Sprache aus. Nun wird diese Voreinstellung bei jedem Speichern genutzt. Und tatsächlich sind die Ergebnisse mittels der Suchfunktion des PDF-Viewers so durchsuchbar, als stammten sie aus einer Textverarbeitung.

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NAPS2 ist ein wirklich einfacher PDF-Scanner

Manche PDF-Scanner sind komisch aufgebaut. Da öffnen sich zum Scannen noch Sonderfenster, in denen man nur eine kleine Vorschau der Scans sehen kann. Diese muss man noch in ein anderes Fenster herüberziehen, um das Zieldokument zusammenzusetzen. Und hat ein Scann mal nicht geklappt, dann geht alles von vorn los. NAPS2 ist hier anders – wesentlich einfacher.

Zuerst legt man mal unter „Profile“ ein oder mehrere Profile an. Damit sind auswählbare Einstellungen für unterschiedliche Scanaufgaben gemeint. Man kann also ein Profil für Druckwerke anlegen und eines für kleine Graustufen-Scans mit nur 100 DPI. Vor jedem Scan kann man dann entscheiden, welches Profil man nutzen will. Dabei lassen sich dann die Art des Papiereinzuges genauso festlegen, wie die Seitengröße, die Scanauflösung, die Farbtiefe oder die Skalierung. Zusätzlich könnt ihr noch die Helligkeit und den Kontrast graduell verstellen.

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Der Scanvorgang selbst und die weiteren Arbeiten sind wirklich idiotensicher gelöst. Man klickt auf Scannen und wird nach dem gewünschten Profil gefragt. Danach gibt man noch an, welches Gerät verwendet werden soll. Anschließend wird die Seite eingescannt. Wieviele Seiten es werden sollen, muss bei diesem PDF-Scanner hier niemand vorher angeben.

Nach jedem Scan wird die neue Seite als Vorschaubild angezeigt, das man zur Kontrolle auf Doppelklick in einen Betrachter vergrößern kann. Die Reihenfolge der Seiten im Zieldokument lässt sich nachträglich festlegen. Schlechte Scans kann man löschen und wiederholen. Außerdem lassen sich externe Bilder in das aktuelle Dokument importieren. Am Ende entscheidet sich der Anwender nur, ob er den Scan als PDF oder Bild speichern will.

Fazit: NAPS2 (Not Another PDF Scanner) ist mit Sicherheit eines der einfachsten und bestdurchdachten Programme, um Scans in PDF-Dokumente umzuwandeln!

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