OmniROM: Alle Infos zum CyanogenMod-Konkurrent

Jan Hoffmann

Die Android Custom-ROM OmniROM ist aus dem ebenfalls sehr erfolgreichen Projekt CyanogenMod hervorgegangen. OmniROM unterstützt inzwischen knapp 70 Geräte und bietet jede Menge innovative Funktionen, eine tolle Community-Anbindung und unzählige Vorteile gegenüber anderen Custom-ROMs für Googles Betriebssystem.

Mit über 11 Millionen Downloads ist CyanogenMod nach wie vor der Star der Custom-ROM-Szene. Nachdem der Gründer Steve Kondik das Custom-ROM-Projekt in eine Firma, die CyanogenMod Inc., überführte, wandten sich jedoch einige Entwickler und Unterstützer von CyanogenMod ab und starteten unter der Führung von Guillaume Lesniak alias xplodwild ein eigenes Projekt – die Geburtsstunde von OmniROM.

OmniROM: Nur eine weitere Custom ROM?

Mit OmniROM haben es sich die Entwickler zum Ziel gesetzt, aus Freude und ohne finanzielle Absichten mit Android zu experimentieren. Omni soll eine Chance für jeden Entwickler sein. Ob ein Entwickler nun seit einer Woche entwickelt oder bereits seit drei Jahren – jeder ist willkommen.

Obwohl OmniROM noch nicht einmal seinen ersten Geburtstag gefeiert hat, ist die Android-Alternative bereits sehr populär und erfreut sich sichtlich einer großen Beliebtheit. Das dürfte jedoch auch daran liegen, dass die Custom-ROM inzwischen knapp 70 Geräte unterstützt. Darunter aktuelle Flaggschiff-Smartphones führender Hersteller wie Samsung, HTC und LG. Aber auch ältere Geräte, wie beispielsweise das Samsung Galaxy S, werden unterstützt.

Wie CyanogenMod baut auch OmniROM immer auf der aktuellsten Android-Version auf. Allerdings bietet OmniROM gegenüber der Standard-Android-Versionen zahlreiche Vorteile und zusätzliche Funktionen.

So gibt es nicht nur eine deutlich bessere Akkulaufzeit, sondern auch einige Optionen für den Schutz persönlicher Daten. Gut gelungen sind auch die systemweite Vollbildansicht, Active Display, das Schnellzugriff-Feature OmniSwitch sowie die vielfachen Möglichkeiten zur Individualisierung der Oberfläche.

Tägliche Nightly Builds

Laut dem Entwickler-Team rund um OmniROM sollen die Nightly Builds keine fehlerhaften und potenziell unsicheren Testversionen für neue Funktionen sein, wie es bei anderen alternativen ROMs der Fall ist. Stattdessen soll man von Nightly Builds dieselbe Stabilität und Zuverlässigkeit wie von einem „Release“-ROM erwarten können. Dazu haben die Macher ein Testsystem entwickelt, das ausschließen soll, dass fehlerhafte Versionen in Umlauf kommen.

OmniROM installieren

Um OmniROm zu installieren, empfehlen wir das Recovery-Programm TWRP. Alle benötigten Dateien für die Installation findet ihr direkt im Download-Bereich der Custom-ROM. Leider gestaltet sich die Installation gerade für unerfahrenere Nutzer nicht ganz so einfach, wie es bei CyanogenMod der Fall ist. Nichtsdestotrotz lohnt es sich, Omni ROM einmal auszuprobieren.

Fazit

Der Platzhirsch, wenn es um Custom ROMs für Android geht, ist sicherlich CyanogenMod. Seit dieses ROM aber eher kommerziell betrieben wird, haben sich viele Entwickler von der Lösung abgewandt und bieten mit OmniROM eine echte Alternative, die auf jeden Fall einen Blick wert ist.

Für alle weiteren Details, Aktualisierungen und Infos rund um Paranoid Android lohnt sich definitiv ein regelmäßiger Blick auf die Webseite von OmniROM oder in das offizielle Wiki.

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