Läuft Opera bald mit Webkit?

Marco Kratzenberg

Im Grunde gibt es, trotz aller Browservielfalt, nur drei Rendering-Engines, mit denen die Programme den HTML-Code in sichtbare Ergebnisse umsetzen. Neben Mozillas Gecko und Microsofts Trident gibt es noch Webkit. Jede davon allerdings in mehreren Varianten. Nun hat Opera einen Webkitwechsel angekündigt und will mit dem Opera Download ebenfalls auf die Untervariante Blink setzen, welche separat von Google verfolgt wird.

Das Ergebnis soll eine rasante Geschwindigkeitsbeschleunigung sein, wie Google sie in seinen Anfängen im Javascriptbereich vorgelegt hat. Nur soll dieses Mal die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus zusätzlich durch ein besseres Code-Rendering erfolgen.

Wird es zwischendurch ein Opera Webkit geben?

Webkit, eine Appleentwicklung aus KHTML, wird von Chrome oder Randbrowsern wie Maxthon benutzt. Welche Unterschiede in der Verwendung es allerdings geben kann, wird jeder sehen, der z.B. den Applebrowser Safari und Google Chrome nebeneinander stellt.

Die Entscheidung, sich mit Opera Webkit zuzuwenden ist noch gar nicht so alt und wurde bislang erst in einigen Testversionen umgesetzt. Anfang 2013 wurde erstmals darüber berichtet und Opera stellte die Alternative zu seiner eigenen Engine namens Presto in einem Video vor. Besonders bei den mobilen Versionen von Opera soll Webkit stärker zum Einsatz kommen. Das macht durchaus auch Sinn, zumindest im Bereich der iOS-Geräte, weil Apple Opera sein Webkit als Basis seines Browsers vorschreibt. So wie alle Browser auf iPhone und iPad die Applebasis nutzen müssen. Hier lässt Apple keine Eigenentwicklungen zu.

Opera Mini Webkit

Auf dem iPad muss Opera sowieso Webkit als Basis nutzen

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Opera-Add-ons installieren, verwalten und löschen.

Und was ist für Opera der Unterschied zwischen Webkit und Blink?

Besonders für die Entwickler bei Opera bedeutet ein Umstieg auf Webkit und letztlich Blink - als Webkitvariante - einen großen Unterschied dar. Alle Opera Addons, die für die alte Version geschrieben wurden, werden mit der Opera Webkit-Variante nicht mehr arbeiten. Hier müssen die Entwickler komplett von vorn anfangen. Allerdings wurde dafür angeblich schon ein Entwicklertool vorgestellt, mit dem sich die Erweiterungen in ein passendes Format konvertieren lassen sollen.

Nun ist die Entscheidung aber wieder von einer reinen Webkitvariante hin zur Google-Entwicklung Blink gefallen. Statt Webkit an seinen Browser anzupassen - und umgekehrt - will sich Opera zusammen mit dem Suchmaschinenanbieter und der dahinterstehenden Community lieber auf eine generelle Verbesserung des Browsers konzentrieren und deshalb kein Opera Webkit sondern ein Opera Blink entwickeln. Langfristig ist das für die Opera Fans sicher ein Vorteil, doch zu Anfang werden sie vermutlich auf einige liebgewonnene Opera Extensions verzichten müssen.

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