OS X Mountain Lion: Wovon wir uns verabschieden müssen

Florian Matthey 31

Viele sehen die schrittweise Annäherung von OS X an iOS mit gemischten Gefühlen. Und so dürfte auch OS X Mountain Lion für einige Kontroversen sorgen: Das, was vom iOS neu kommt, ersetzt zum Teil Altbewährtes auf dem Mac. Kein Zufall dürfte es sein, dass das Wort „Mac“ komplett aus dem Namen verschwindet.

Schon das aktuelle Betriebssystem nennt Apple vielerorts nicht mehr „Mac OS X“, sondern nur „OS X Lion“. In Mountain Lion geht das Unternehmen allerdings noch einen Schritt weiter: Wer im Apple-Menü „Über diesen Mac“ auswählt, sieht auch dort nicht mehr den Namen „Mac OS X - Version 10.x“, sondern eben nur noch „OS X - Version 10.8“. OS X und iOS werden sich also auch im Namen immer ähnlicher.

Mac-Benutzer müssen sich aber nicht nur von dem Namensbestandteil verabschieden. Apple hat das vom iOS bekannte iMessage mit Messages jetzt auch zum Bestandteil des Mac-Betriebssystems gemacht. Offenbar meint das Unternehmen, das mit Messages und FaceTime nun kein Bedarf mehr für die bekannte Chat-Software iChat besteht: Diese fehlt in Mountain Lion, allerdings ist Messages auch mit AIM- und Jabber-Accounts kompatibel.

Einen Abschied wird es auch von den Apps iCal und Adressbuch geben: Die Anwendungen „Kontakte“ und „Kalender“, also quasi die Mac-Versionen der bisherigen iOS-Apps, ersetzen die bisherigen OS-X-Bestandteile. Die Softwareaktualisierung des Betriebssystems wandert derweil komplett in den Mac App Store - dort sollen Benutzer in Zukunft selbst kleinere Neuerungen wie Druckertreiber herunterladen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung