Adobe zieht Creative-Cloud-Update aus dem Verkehr

Thomas Konrad 1

Adobe musste am Freitag ein Update für sein Creative Cloud-Angebot zurückziehen. Die Software entfernte versehentlich Daten aus dem Root-Verzeichnis des Macs.

Adobe zieht Creative-Cloud-Update aus dem Verkehr

Ein Skript in Version 3.5.0.206 der Software leert nach den Log-in den Ordner im Root-Verzeichnis, der alphabetisch an erster Stelle steht. Mitunter hat das schlimme Folgen: Betroffen ist bei manchen Anwendern der Ordner „.DocumentRevisions-V100“ — darin sind unter anderem Informationen zur Systemfunktion Autosave gespeichert.

Problematisch ist das Update auch für Kunden des Backup-Dienstes Backblaze, berichtet Appleinsider. Die Software des Unternehmens greift auf einen versteckten Root-Ordner namens „.bzvol“ zu — bei vielen Kunden steht dieser an vorderster Stelle im Verzeichnis.

Das Unternehmen hat inzwischen einen Workaround veröffentlicht: Um die Root-Ordner zu schützen, lässt sich mithilfe des Terminals ein neuer Root-Ordner als Platzhalter erstellen. Löscht die Adobe-Software seinen Inhalt, bleibt das ohne Folgen.

Wer sich nicht am Terminal zu schaffen machen will, muss wohl auf ein neues Update der Software warten. Wann das erscheint, ist nicht bekannt.

Adobes Creative Cloud fasst zahlreiche Software-Zusammenstellungen unter einem Dach zusammen. Zur Design-Suite gehören neben Photoshop und Illustrator auch die Programme InDesign, Fireworks und Adobe Muse. Weiterhin außerdem die Titel Edge Reflow, Ideas, Typekit, Kuler, Behance und ProSite.

Auch für Spieleentwickler hat Adobe ein Abo-Paket: Das beinhaltet neben dem Klassiker Photoshop die Animationssoftware Edge Anomate, den Flash Buolder, Animate, Adobe Scout, die Adobe Gaming SDK und weitere Applikationen.

Die über die Jahre gewachsene Anzahl der Softwaretitel (unter anderem durch die Übernahme von Macromedia im Jahr 2005) ist auch zum Einsatz in der Druckvorstufe geeignet (Adobe Capture, Reader, Distiller u.a.) und lässt sich auch im Serverbetrieb einsetzen.

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