Mac OS X auf Sony-Laptops - Pfff, kann doch gar nicht sein! Oder doch?

Philipp Gombert 11

Kaum zu glauben, aber wahr: Einem aktuellen Bericht zufolge soll Steve Jobs tatsächlich mit dem Gedanken gespielt haben, einen überaus ungewöhnlichen Deal mit Sony einzugehen. Demnach hätte es Mac OS X fast auf VAIO-Laptops des japanischen Unternehmens geschafft.

Mac OS X auf Sony-Laptops - Pfff, kann doch gar nicht sein! Oder doch?

Neben der Bekanntgabe des damaligen Wechsels von PowerPC hin zu Intel, hätte Steve Jobs noch eine weitere, deutlich überraschendere Ankündigung machen können. Auch Sony stand vor einer Partnerschaft mit Apple, so zumindest ein Bericht des japanischen Schriftstellers Nobuyuki Hayashi.

Dabei bezieht er sich auf die Worte des ehemaligen Sony-Präsidenten Kunitake Ando. Dieser habe sich nach einer Runde Golf in Anwesenheit weiterer Manager seines Unternehmens mit Jobs und dessen Begleiter getroffen. Dieser hatte angeblich einen recht außergewöhnlichen Laptop im Gepäck. Genauer handelte es sich um ein VAIO-Notebook, als Betriebssystem diente Mac OS. Ein überaus untypisches Vorhaben seitens Apple, schließlich sollte das eigene System ausschließlich auf eigenen Geräten laufen. Doch anscheinend wollte der damalige CEO in diesem Fall eine Ausnahme machen. Er stand in einem guten Verhältnis zu Sonys Führungsetage und sah sich selbst als Bewunderer der VAIO-Modellreihe – das Unvorstellbare wäre beinnahe Realität geworden.

Im Endeffekt wurde schließlich doch nichts aus dem Vorhaben. Der Zeitpunkt war ungünstig: Die Verkaufszahlen des Windows-Rechners stiegen und die Verhandlungen fielen ins Wasser.

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Kommentar

Klar, die Geschichte ist längst Vergangenheit und im Grunde nur ein „Funfact“ am Rande. Doch denkt man ein paar Schritte weiter und stellt sich vor, es wäre tatsächlich zu der besagten Partnerschaft gekommen, wie stünde es dann heute um Apple, OS X und den Mac?

Mal ganz abgesehen von den Marktanteilen beider Hersteller wäre das Unternehmen aus Cupertino – so zumindest meine Meinung – nicht mehr mit dem heutigen zu vergleichen. Apples Software ist einzig für Apple-Geräte geschaffen. Ein Alleinstellungsmerkmal, das übrigens auch Nintendo innehält. Ich stelle mir das Ganze wie eine löchrige Einheit vor. Anders ausgedrückt, ohne Sony schlecht reden zu wollen : Ein Fleck auf einer weißen Weste. Mit Sicherheit wäre Mac OS X heute weiter verbreitet, da unter anderem eine günstigere Preisklasse bedient werden würde. Außerdem gäbe es vermutlich noch weitere Vorteile, die ein solches Abkommen rechtfertigen würden. Doch für mich als jahrelanger Anhänger des Unternehmens würde Mac OS auf einem VAIO nicht in das Gesamtbild Apples passen.

Was ist eure Meinung zu „Mac OS X auf Computern anderer Hersteller“? Eine gute Idee oder würde das Unternehmen aus Cupertino im folgenden zu sehr auf die Microsoft-Schiene geraten?

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Quelle: The Verge

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