Top 10 Mavericks-Funktionen: Das erwartet euch in OS X 10.9

Flavio Trillo

OS X Mavericks ist nicht nur kostenlos im App Store erhältlich, sondern bietet auch eine Reihe neuer Funktionen. Einige davon sind von iOS 7 inspiriert, andere bauen auf Mountain Lion auf. Wir stellen euch die wichtigsten 10 vor.

Tutorial Mavericks Installation Einrichtung.
Natürlich gibt es deutlich mehr Neuerungen - umso erstaunlicher, dass das Upgrade auf die nächste Version von OS X nichts kostet. Apple brüstet sich mit mehr als 200 neue Funktionen im neuesten Betriebssystem. Einige davon sind brandneu, zum Beispiel iBooks oder Maps — beide bisher iOS vorbehalten. Andere bauen auf vorherigen Versionen auf, verbessern oder erweitern sie.

iBooks

Fangen wir gleich mit einem der tatsächlich völlig neuen Merkmale an. iBooks war nur auf iPhone, iPad und iPod touch bekannt als die eBook-App für iOS. Jetzt könnt ihr Lehrbücher und Bildbände - aber auch Romane am Mac lesen. Wie praktisch das ist und wann die ersten Nackenbeschwerden einsetzen, solltet ihr ausprobieren. Jedenfalls tut das Programm, was es soll.

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Man wechselt leicht zwischen Store und der eigenen digitalen Bibliothek. Sämtliche Multimedia-Funktionen, Markierungen, Lesezeichen, etc. werden unterstützt und auf all euren Apple-Geräten synchron gehalten.

Maps

Ebenfalls ganz frisch auf der Desktop-Plattform ist Maps. Das Kartenprogramm kam mit Startschwierigkeiten zu iOS 6.0, als Apple die Partnerschaft mit Google für die Maps-App beendete.

Nach etwas Reifezeit hat Apple die Maps App für OS X Mavericks mit ein paar praktischen Zusatzoptionen ausgestattet. So arbeitete die App gut mit anderen Macs und iOS-Geräten zusammen. Orte können an sie versendet oder bei diversen sozialen Diensten geteilt werden. Die 3D-Daten aus dem Flyover-Modus sind gut gelungen und auch die Verknüpfung zur neuen Kalender-App macht Spaß (dazu gleich mehr).

Alles Wichtige zu Apple Maps für OS X Mavericks haben wir bereits an anderer Stelle für dich zusammengefasst.

Kalender

Der Kalender in OS X ist keine absolute Neuheit — vom gewöhnungsbedürftigen Kunstleder-Look hat Apple sich aber inzwischen verabschiedet. Der neue Terminplaner ist schlanker und heller, ähnelt insoweit also der iOS-Variante.

Die Termineingabe ist noch einfacher, weil Orte direkt mit einer Wegbeschreibung und Reisezeit angezeigt werden. Erinnerungen orientieren sich ebenfalls an der errechneten Reisezeit bis zum Ziel.

Eine Anleitung zu den Neuerungen in der Kalender-App in OS X Mavericks hat Kollege Sebastian für euch geschrieben.

Safari 7

Apples Browser wird auch zwischen größeren Updates für OS X immer mal wieder aktualisiert. Die jetzige, größere Überarbeitung bringt vor allem unter der Haube einige Verbesserungen. Das Programm wurde nämlich deutlich schneller und kann dabei helfen, Energie zu sparen.

Hinzu kommen das neue Design der Top-Sites für schnellen Zugriff auf die meist besuchten Seiten und empfohlene Links aus dem eigenen sozialen Netzwerk.

Hier findet ihr noch mehr Informationen zu den Neuerungen in Apples Safari 7 für OS X Mavericks.

Tabs im Finder

Der Finder, der Finder. Häufig belächelt und kräftig ergänzt durch Drittanbieter mit eigenen Dateiverwaltungsprogrammen. Einige der Kritikpunkte der Anwender (zu unübersichtlich, zu wenig Optionen für Sortierung und Ordnung) wurden berücksichtigt. Viele vermissen aber weiterhin „Power-Features“ und nutzen daher Zusatz-Apps wie Path Finder oder ähnliche.

Die neuen Tabs machen einem das Hin- und Herschieben von Dateien häufig sehr viel leichter. Kein überfüllter Schreibtisch mehr mit Dutzenden geöffneter Finder-Fenster.

Tags im Finder

Was bisher unter dem Namen „Etiketten“ firmierte, ist jetzt als „Tags“ mit zusätzlichen Funktionen und Möglichkeiten ausgestattet. Bekannt aus Programmen wie Aperture oder Lightroom lassen sich nun auch Dateien im Finder mit Schlagwörtern versehen.

Wie man Tags und auch Tabs im neuen Finder unter OS X Mavericks am besten nutzt, zeigt unser Tutorial.

iCloud-Schlüsselbund

Passwörter, Login-Daten und mehr konntet ihr auf dem Mac bisher mithilfe der Schlüsselbundverwaltung, nun ja, verwalten. Das war alles recht nett, nur hilft es nicht, wenn auf dem iPhone, iPad oder iPod touch mal das komplizierte Kennwort für den Mail-Server oder sonst einen Dienst fehlt.

Der neue iCloud-Schlüsselbund bietet Abhilfe. Ähnlich wie diverse praktische Zusatz-Anwendungen aus dem App Store (z.B. 1Password) speichert er Anmeldedaten nicht nur auf einem Gerät, sondern synchronisiert auch. So kommen alle mit dem gleichen iCloud-Konto verknüpften Computer, Tablets und Smartphones (iOS 7.0.3 vorausgesetzt) in den Genuss des Passwort-Speichers.

Wie ihr die Synchronisation mit dem iCloud-Schlüsselbund auf allen Geräten einrichtet, erklärt euch Sebastian in diesem Tutorial.

Mehrere Displays

Vor allem für Profi-Anwender oder „Power-User“ interessant: Der Umgang mit mehreren Displays an einem Mac, sei es MacBook, Mac mini oder iMac, ist erheblich verbessert worden. Bislang musste man sich für einen Hauptbildschirm entscheiden, auf dem Dock und Menüleiste angezeigt werden.

OS X Mavericks ist da kulanter und erlaubt mehreren Displays, sich Dock und Menüleiste zu teilen. Beide werden immer dort angezeigt, wo sie gerade benötigt werden. Außerdem kann nun auch ein via Apple TV angeschlossener HD-Fernseher als sekundäres Display verwendet werden.

Benachrichtigungen

Eingeführt mit OS X 10.8 Mountain Lion erhielt die Mitteilungszentrale in Mavericks noch einmal eine Überarbeitung. Nachrichten können direkt aus der Seitenleiste beantwortet werden und Webseiten erhalten die Möglichkeit, eigene Benachrichtigungen ans System zu übermitteln.

In Anlehnung an iOS zeigt OS X Mavericks Benachrichtigungen nun auch auf dem Sperrbildschirm an.

Diktierfunktion

Auch dieses Feature ist aus OS X Mountain Lion bereits bekannt. Mit iOS zum Vorbild ermöglichte es dort, Text zu diktieren, sofern eine Internetverbindung bestand. Mit OS X Mavericks ist das nicht mehr unbedingt nötig. Lädt man einmalig 937 MB Daten herunter, kommt die Diktierfunktion ganz ohne Draht nach außen zurecht.

Außerdem neu: Man spricht einfach alles, was man geschrieben sehen möchte, am Stück. Der Text erscheint dann nach und nach auf dem Monitor und man muss nicht mehr nach jedem Satz unterbrechen.

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