OS X Mavericks: HiDPI-Mode für ein „Retina Display“ aktivieren

Sven Kaulfuss 3

Noch gibt es kein Retina Display für den Desktop – iMac, Mac mini und der neue Mac Pro müssen ohne hochaufgelöste Grafiken auskommen. Mit einem Trick aktivieren wir in OS X 10.9 Mavericks den HiDPI-Mode und „basteln“ uns schon jetzt ein „waschechtes“ Retina Display.

OS X Mavericks: HiDPI-Mode für ein „Retina Display“ aktivieren

Den Anfang machte das iPhone 4. Als erstes Gerät im Apple-Portfolio besaß es ein Retina Display. Ihm folgten das iPad und die MacBook Pros mit Retina Display. Zuletzt spendierte der Hersteller dem iPad mini einen solch hochauflösenden Bildschirm. Laut Apple ist es bei einem Retina Display für das menschliche Auge nicht möglich, bei normalem Betrachtungsabstand einzelne Pixel zu erkennen.

Retina Display kurz erklärt

In der Praxis bedeutet dies: Zugunsten eines solchen Effekts verzichtet man auf eine größere Anzeigefläche, erhält dafür aber eine kristallklare Darstellung. Am Beispiel des iPhone 4 /4s: Dieses besitzt eine Auflösung von 960 x 640 Pixel, die reine Anzeigefläche entspricht aber nach wie vor der des Vorgängers mit 480 x 320 Pixel, nämlich 3,5 Zoll Bilddiagonale. Ergo: Für die gleiche Anzeige werden jetzt viermal soviel Pixel wie zuvor verwendet.

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HiDPI-Modus in OS X 10.9 Mavericks aktivieren

Auch unter OS X funktioniert dies. Apple überlässt es jedoch dem Kunden, bei den MacBook-Pro-Retina-Modellen zu entscheiden, ob sie lieber eine hochaufgelöste Grafiken bevorzugen oder eben mehr Anzeigefläche. Bei Nicht-Retina-Displays gibt es keine derartige Option. Jedoch können wir uns mit einem simplen Trick behelfen und zaubern aus einem Standard-Monitor ein „Retina Display“. Dies funktioniert sowohl für OS X 10.9 Mavericks, gleichfalls auch bei OS X 10.7 Lion und OS 10.8 X Mountain Lion.

  1. Wir öffnen das Terminal. Zu finden unter Programme -> Dienstprogramme.
  2. Nun geben wir folgende Code-Zeile ein: sudo defaults write /Library/Preferences/com.apple.windowserver DisplayResolutionEnabled -bool YES
  3. Wir bestätigen die Ausführung des Codes mit der Eingabe unseres Passwortes.
  4. Jetzt müssen wir uns nur noch abmelden und wieder anmelden – fertig.

Im Kontrollfeld „Monitore“ erblicken wir nun zu den bisher üblichen Auflösungen – je nach Display – noch eine Vielzahl verschiedener Alternativen (Punkt: Skaliert). Allen gleich ist die Bezeichnung „HiDPI“. Wählen wir diese, arbeitet das Display fortan unter OS X im HiDPI-Mode und liefert uns hochaufgelöste Grafiken.

Vorteile eines solchen „Retina Displays“

Aufgrund der relativ geringen Anzeigefläche (ein Thunderbolt-Display bzw. der iMac mit 27 Zoll bieten dann maximal eine Anzeigefläche von 1.280 x 720 Pixel) stellt sich die Frage nach dem Sinn eines solchen Unterfangens. Folgend die Gründe…

  • Sinnvoll ist dies beispielsweise für Entwickler. So können sie Retina-Grafiken ihrer Programme auch ohne ein passendes MacBook Pro vorab testen.
  • Schließt man einen Mac mini an den Full-HD-TV an, so möchte man bei einem entsprechenden Betrachtungsabstand sicherlich keine Winzig-Grafiken in Full HD. Besser: Klare Grafiken und Text, dafür weniger Anzeigefläche.

  • Ein 4K-Display (bspw. der ) mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 mutiert dank des HiDPI-Modus zum „echten“ Retina Display. Ergo: Das Display stellt Full HD (1.920 x 1.080) mithilfe der vierfachen Anzahl der Pixel dar. Ideal für den neuen Mac Pro.

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