Was können wir tun, wenn sich der Mac nicht mit dem WLAN verbinden möchte? Hier präsentieren wir sechs Lösungsansätze und nennen empfohlene Einstellungen für das Netzwerk.

 

macOS 11.0 Big Sur

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Wir beginnen mit den Tipps, die man am einfachsten umsetzen kann. Manche Lösungsansätze klingen überraschend einfach, können aber trotzdem helfen. Durchprobieren heißt die Devise. Am Ende nennen wir noch empfohlene Einstellungen für das WLAN-Netz.

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Sind die WLAN-Probleme am Mac wirklich WLAN-Probleme?

Eine Vorüberlegung, bevor wir uns die Lösungsansätze durchgehen: Haben wir wirklich ein Problem mit dem WiFi-Netz, also verbindet sich das MacBook oder der iMac nicht mit dem WLAN? Oder ist der Rechner mit dem heimischen Netz verbunden, und die Internetverbindung zwischen Router und Mobilfunkanbieter funktioniert nicht?

Am schnellsten erkennen wir das über das WLAN-Symbol in der Symbolleiste von macOS. So wie rechts im Bild sieht es aus, wenn der Mac korrekt mit dem Netzwerk verbunden ist.

wlan-mac-aktiv

Wir gehen hier die Lösungen an, wenn die Verbindung zwischen Mac und Router schon nicht mehr läuft. Konnte sie noch nie erstellt werden, kommen unter anderem eine zu große Entfernung oder Störquellen in Frage, sowie falsche Einstellungen – siehe Artikelende. 

1. WLAN des Macs aus- und anschalten

Schalte das WLAN auf dem Mac aus, warte kurz und schalte es wieder an. Gerade wenn viele Geräte mit einem Netzwerk verbunden sind, kann dies Konflikte manchmal schon lösen.

mac-wlan-probleme-wlan-einschalten

Dieser Vorgang kann (zumindest bei meinem iPad) auch helfen, ein WLAN-Netz angezeigt zu bekommen, das vorher nicht zu sehen war. Es darf natürlich nicht auf „unsichtbar“ gestellt sein.

2. Router neu starten

Schalte den Router aus, noch besser: stecke ihn aus. Warte eine halbe Minute, stecke ihn wieder ein und schalte ihn ein. Alle Geräte werden nun neu verbunden – das wirkt oft Wunder. Denn das Problem muss ja nicht unbedingt am Mac liegen, es kann auch der Router der Verursacher sein.

3. Bei WLAN-Problemen AirDrop ausschalten

In manch Betriebssystem-Version bereitete die Technologie Apple Wireless Direct Link Probleme. Wir können sie ausschalten, dann sind allerdings auch AirDrop und Co nicht mehr möglich. Hierfür muss laut Entwickler Ciabarra im Terminal von macOS (zum Beispiel über die Suche aufrufbar) folgender Befehl eingegeben werden:

sudo ifconfig awdl0 down

Diesen Befehl machen wir mit folgender Zeile wieder rückgängig:

sudo ifconfig awdl0 up

4. Nach Updates für alle beteiligten Geräte suchen

Vielleicht haben die Hersteller ihre Betriebssysteme schon wieder in einer neuen Version aufeinander abgestimmt. Suche nicht nur nach Updates für OS X Yosemite, sondern auch nach einer Aktualisierung für die Netzwerkgeräte – also Router und gegebenenfalls Modem, Verstärker oder ähnliches. Beispiel: FritzBox-Einstellungen aufrufen und Update installieren, so geht's.

5. Netzwerkeinstellungen erneuern

Hilft das alles nichts, müssen wir einen Schritt weitergehen – und unsere Netzwerkeinstellungen erneuern. Hiermit beseitigen wir eventuelle Konflikte der IP-Adressen in unserem Netz. Rufe die Systemeinstellungen von macOS auf und gehe zu Netzwerk -> WLAN -> Weitere Optionen -> TCP/IP. Klicke hier den Button DHCP-Lease erneuern.

WLAN-Mac-Netzwerkeinstellungen

Ein anderer Versuch in Netzwerk: Über das + links unten eine neue WLAN-Umgebung einrichten.

6. Router bei WLAN-Problemen zurücksetzen

Das Zurücksetzen des Routers soll einem Nutzerkommentar zufolge schon zur Problemlösung geführt haben. Der Nachteil ist nur leider, dass wir unsere Einstellungen erneut vornehmen müssen. Manch ein Router erlaubt die Speicherung und das Wiederaufspielen der Benutzereingaben. Probieren kann man das – es könnte aber sein, dass dies auch die Ursache für die Verbindungsprobleme wieder herstellt...

 

Empfohlene Einstellungen für WLAN-Router

Verbindungsprobleme können aus suboptimalen Netzwerkeinstellungen entstehen. Folgende Parameter empfiehlt Apple:

fritzbox

Einen eindeutigen SSID-Namen wählen
Hier ist es bei vielen Routern wichtig, sich vom Standardname zu verabschieden und einen eigenen unverwechselbaren zu erstellen.

MAC-Adresserkennung ausschalten
Geräte, deren MAC-Adressen nicht in den Router-Einstellungen hinterlegt sind, können sich nicht mit dem Netz verbinden. Eine eingeschaltete Adressfilterung ist zwar sicherer. Apple gibt aber zu Bedenken, dass mittels Adressänderung auch so ein unerlaubter Zugriff auf das Netzwerk erfolgen könnte. 

Kein unsichtbares Netzwerk
Unsichtbare Netzwerke werden von den Geräten schwieriger gefunden, die Verbindungszeiten können deshalb langsamer und unzuverlässiger sein.

WPA2 als Sicherheitseinstellung
WPA2 Personal (AES) ist aktuell noch die ausreichend sichere Stufe für die Netzwerke, WEP ist seit Jahren überholt – und zwar auch in Sachen Zuverlässigkeit. 

Sendermodus in der Standardkonfiguration
Die vorhandenen WLAN-Standards sollten im Router allesamt aktiviert sein, also 802.11a/b/g/n und ac. Damit kann eine möglichst schnelle Verbindung mit dem Rechner vorgenommen werden – oder eine alte, wenn das Gerät das neueste Protokoll noch nicht unterstützt.  

Kanal und Kanalbreite
Den Kanal lassen wir unseren Router am besten automatisch wählen, die Einstellung lautet also Auto oder ähnlich. Für die Kanalbreite ist im 2,4-GHz-Netz die Einstellung 20 MHz weniger störanfällig. Bei 5 GHz sollten beide Wahlmöglichkeiten, 20 MHz und 40 MHz, aktiviert sein – sofern verfügbar.

DHCP und NAT
Nur ein DHCP-Server, der die Adressen zuweist, soll im Netzwerk agieren – im Normalfall das Modem. Gleiches gilt für den NAT-Dienst, für die Kommunikation zwischen Internet und unserem Netzwerk. Nur in einem Gerät des Netzwerks darf NAT aktiviert sein.  

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