Mit dem Portable Document Format (kurz: PDF) hat das US-amerikanische Software Unternehmen Adobe System einen Meilenstein in der PC-Historie gesetzt. Das portable Dokumentenformat ermöglicht es, Dokumente zwischen verschiedenen Systemplattformen hin und her zu transferieren, ohne Qualitätsverluste oder Formatierungsprobleme in Kauf nehmen zu müssen.

 

PDFCreator

Facts 

Dateien im PDF-Format können dabei unabhängig vom Betriebssystem, der Hardwarekonfiguration und Programm, in welchem das ursprüngliche Dokument erstellt wurde unter verschiedenen Plattformen ausgetauscht werden. Muss man bei anderen Dateiformaten mit Darstellungsproblemen, z.B. anderen Schriftarten oder seltsam dargestellten Absätzen rechnen, treten diese Phänomene bei Dateien im PDF-Format nicht auf. PDF-Dateien stellen dabei nicht nur Text dar, sondern enthalten auch Bilder und Grafiken. Mit dem PDFCreator lassen sich aus Microsoft Word- oder OpenOfficeWriter-Texten und vielen anderen Dateien, wie JPG-Bildern schnell, einfach und unkompliziert PDF-Dateien herstellen.

Da das PDF-Format vorrangig für den Datenaustausch entwickelt wurde, lassen sich Dateien im PDF-Format nicht ohne Weiteres bearbeiten.Es gibt mittlerweile für jedes gängige Betriebssystem -auch für Smartphones- Programme, mit denen sich PDF-Dateien betrachten lassen. Nach der Installation wird der PDFCreator als separater Druckertreiber eingerichtet. Somit wird ermöglich, Dateien nicht nur direkt über den PDFCreator zu erstellen, sondern aus jeder Anwendung mit einer entsprechenden Druckfunktion anzufertigen.

PDFCreator Druckmonitor
Der PDFCreator blickt auf eine jahrelange Versionshistorie zurück

Bei all den Funktionen und Vorteilen des Portable Document Format liegt es nahe, Dateien im PDF-Format schnell und unkompliziert herzustellen. Mit dem PDFCreator besitzen Nutzer an Ihrem Computer die Möglichkeit durch wenige Mausklicks aus vorhandenen Dokumenten und Bildern in Windeseile portable Dokumente zu erstellen. Auch das nützliche Tool kann bereits auf eine ausgiebige Geschichte zurückblicken.

PDFCreator - Versionshistorie

Premiere in seinem heute bekannten Design feierte der PDFCreator mit der Version 0.60 im Mai 2003. Seitdem wurde der kleine Helfer stets mit weiteren Funktionen ausgestattet, während nervige Bugs ausgemerzt wurden. Neben diversen kleineren Zwischenupdates wurden in größeren Abständen neue Versionen des PDFCreators vorgestellt, die das Funktionspotential des nützlichen Werkzeugs stetig um wichtige Eigenschaften erweitern.

Version 0.7.0 vom Juli 2003 integrierte erstmalig die Unterstützung von Postscript (PS)- sowie Encapsulated Postscript (EPS)-Formate. Zudem wurde es schwachen Rechnern im Gegensatz zu der Vorgängerversion ermöglicht, PDF-Dateien mit vielen Seiten zu erstellen.

Das nächste große Release in der PDFCreator Historie war die Version 0.8.0 vom April 2004. Mit dieser Versiom wurde es Nutzern ermöglicht, die Hersteller direkt über das Programm mit Spenden für eine Weiterentwicklung zu unterstützen. Wichtige programmtechnische Neuerung in dieser Version war die Einführung der Sicherheitsoptionen für PDF-Dokumente. Auch können einem Dokument ab dieser Version Keywords sowie eine Betreffzeile zugeordnet werden.

Seit der Version 0.9.0 vom Januar 2006 wird der PDFCreator nach Minimieren in den Windows-Infobereich der Taskleiste verschoben. Dieses mag für einige Nutzer zunächst befremdlich erscheinen, da das Programm nicht wie bei einem Minimieren sonst üblich unten in der Taskleiste angezeigt wird. Mit dieser Version wird auch erstmals eine deutsche Hilfedatei präsentiert. Dazu wurde die Implementierung von Ghostscript erweitert und die COM-Schnittstellehinzugefügt.

PDFCreator-Systray
Nach dem Minimieren wird der PDFCreator ins Systray veschoben

Nur wenige Wochen später im April 2006 erschien der PDFCreator in der Version 0.9.1. Diese unterstützte erstmalig den Unicode-Zeichensatz (UTF-16). Darüber hinaus wurden Eigenschaften der COM-Schnittstelle optimiert und diverse Menüs optisch sowie sprachlich verschönert.

Bis zur Version 0.9.5 erschienen mehrere kleine Updates, die u. a. die COM-Schnittstelle erneut erweiterten und kleinere neue Funktionen in den PDFCreator integrierten. Püntklich zu Heilig Abend 2007 erschien die Version 0.9.5. Die größte Neuerung war hier die ermöglichte stille Installation im Servermodus. Version 0.9.6 des PDFCreators fügte eine Vielzahl von neuen unterstützten Dateiformaten hinzu. Dateien im JPG- und BMP-Format ließen sich nun schneller Umwandeln. Zudem ist hier erstmalig das Einfügen einer Signatur für PDF-Dateien möglich.

Die PDFCreator Versionen 0.9.8 und 0.9.9 vom April, bzw. Dezember 2009 führten kleinere Verbesserungen ein. Zum ersten Mal in der Geschichte des PDFCreators war es etwa möglich, verschiedene Profile für individuelle Einstellungen zu verwenden.

Die Version 1.0.0 ließ ein halbes Jahr auf sich warten und erschien im Mai 2010. Mit diesem Update konnte die Komprimierung für farbige und graustufige Bilder nach eigenem Ermessen eingestellt werden. Durch diese Funktion haben Nutzer des Programms die Möglichkeit, ein individuelles Maß zwischen der Größe Ihres Ausgabedokuments und der Qualität der Darstellung zu wählen. Weiterhin wurden mehrere Programmfehler ausgemerzt und weitere Funktionen für den Ausdruck nach dem Speichern eines Dokuments hinzugefügt.

Die Versionen 1.0.1 und 1.0.2 (Juni/August 2010) erschienen mit wenigen Wochen Abstand im Juni und August 2010. Hauptaugenmerkt wurde hier auf die Lokalisierung in weitere Sprachen gelegt.

Mit Version 1.1.0 wurde im November 2010 erstmalig in der Historie des PDFCreators die Aktivierung der AES 182 Bit-Verschlüsselung ermöglicht.

Die PDFCreator Versionen 1.2.0 und 1.2.1 legten Ihr Hauptaugenmerk auf die Verarbeitung von Bildern. PNG-Bilder konnten von nun an mit Transparenz dargestellt werden, während mit „Images2PDF“ ein neues Werkzeug eingeführt wurde, mit dem sich aus einer Sammlung von Bildern eine PDF-Datei erstellen lässt. In Version 1.2.3 vom September 2003 wurde Images2PDF weiterhin verbessert.

PDFCreator Historie 2012

Nach Einführung der Version 1.3.0 lassen sich mit der Einführung von PDFArchitect PDF-Dateien erstmals in vereinfachter Form bearbeiten, indem sich einzelne Seiten löschen oder drehen und mehrere Dokumente in einem zusammenfassen lassen.

Die nachfolgenden Versionen erschienen im März beinahe im Tagesrhythmus, wobei hier größtenteils die Programm-Performance verbessert und diverse Fehler beseitigt wurden. Das Update auf 1.4.0 optimierte das Setup sowie die Arbeit an mehreren PDF-Dateien gleichzeitig.

Ab Version 1.4.1 vom Juni 2012 können nun auch Dateien mit sehr hohem Speicherbedarf über 4GB bearbeitet werden. Bis zum PDFCreator in der Ausgabe 1.5.0 erschienen zwei weitere Updates, die diverse Bugfixes enthielten. Mit dem Release vom August 2012 konnten nun einleitende Einstellungen beim Öffnen von PDF-Dokumenten gesetzt werden, z. B. die Aktivierung des Vollbildmodus oder das Seitenlayout.

Mit dem PDFCreator 1.6.0 wurden mehrere Standardprofile mitgeliefert, die einzelne Voreinstellungen beinhalten.  Die im Dezember 2012 erschienene Version 1.6.1 des PDFCreators behebt einige kleine Fehler.

PDFCreator Hilfe
Der PDFCreator ist inzwischen in der Version 1.6.1 erschienen

Ausblick

Das PDF-Format hat sich mittlerweile als Standardformat für Dokumente etabliert. So sehr wie sich das PDF-Format für Dokumente durchgesetzt hat, wird der PDFCreator wohl auch in Zukunft stets ein hilfreiches Tool zur Erstellung von PDF-Dateien bleiben. Mittlerweile liegt das Programm in 26 verschiedenen Sprachen vor. Wer gerne Dokumente erstellt und über mehrere Rechner verteilt anzeigen will, findet mit dem PDFCreator alle dafür benötigten Funktionen.