Adobe Photoshop macht Geschichte: Vor 25 Jahren fing alles an

Katharina Sckommodau 6

Mittlerweile war Photoshop zu einem mächtigen Werkzeug herangewachsen, das sich immer mehr an den Bedürfnissen professioneller Bildbearbeiter orientierte. Zugleich setzen sich Digitalkameras immer mehr im Heimanwenderbereich durch. Bildbearbeitung war bald nicht mehr nur noch in DTP-Betrieben oder Agenturen zu finden, auch am heimischen Computer wurden wahre Bilderfluten gesammelt, sortiert und korrigiert.

Der kleine Bruder: Photoshop Elements

Auf diese Entwicklung reagierte Adobe und veröffentlichte im April 2001 die erste Version von Photoshop Elements. Der kleine Bruder von Photoshop war ganz auf diese neue Anwendergruppe zugeschnitten: Neben einer Oberfläche zur Bildbearbeitung lieferte das Programm einen Bildbrowser zum Sortieren und Organisieren der privaten Fotosammlung. Im Editor fanden sich einige Werkzeuge und Funktionen aus Photoshop, die jedoch auch für weniger erfahrene Anwender schnell erlernbar waren.

Mittlerweile gibt es bereits die Version Photoshop Elements 10. Im Gegensatz zu Photoshop bedient sich Elements vieler Automatik-Funktionen zum Bearbeiten und Erstellen verschiedener Bildeffekte.

Bilderstrecke starten(23 Bilder)
22 Bilder, bei denen du nicht glauben wirst, dass kein Photoshop im Spiel war

Creative Suite

Da Bildbearbeitung alleine noch kein gutes Layout ausmacht, bundelte Adobe ab dem Jahr 2003 kurzerhand seine verschiedenen Bildbearbeitungs- und Grafiklösungen: Die erste Creative Suite war geboren. Schon damals gab es verschiedene Paket-Varianten, allerdings war der Umfang an enthaltenen Einzellösungen noch überschaubar. So bestand die CS1 Premium aus Photoshop mit ImageReady, Illustrator, InDesign und dem damals noch erhältlichen GoLive zum Erstellen von Webseiten. Zum Vergleich: Die aktuelle Master Collection der CS6 beinhaltet ganze 16 Programme!

Auch unter der neuen Versionsbezeichnung hat sich Photoshop kontinuierlich weiterentwickelt:

  • Photoshop CS lieferte beispielsweise eine Filtergalerie, ein Echtzeit-Histogramm, hierarchische Ebenengruppen und Ebenenkompositionen. Zudem lieferte die achte Version von Photoshop eine Scripting-Unterstützung für verschiedene Programmiersprachen, etwa JavaScript.
  • Smart Objects waren dann ab April 2005 in der CS2 zu finden. Zu den weiteren Neuerungen in dieser Version gehörte der HDRI- Support, die Adobe-Bridge und das Fluchtpunkt- und Verkrümmen-Werkzeug. Zudem wurde auf 16-Bit-Systemen  der Arbeitsspeicher besser ausgenützt.
  • Die Extended-Version mit Erweiterungen für 3D und Video gibt es seit Photoshop CS3 (April 2007). Die Funktionen von ImageReady waren nun in Photoshop integriert. In dieser Version sorgten Smartfilter für die verlustfreie Bildbearbeitung. Viele Werkzeuge und Funktionen wurden optimiert.
  • Bereits anderthalb Jahre später, im Oktober 2008, führte Adobe mit Photoshop CS4 eine intelligente Skalierung ein. Damit konnten Bilder nicht-proportional skaliert werden, wichtige Objekte, etwa Personen, wurden dabei geschützt und behielten ihr Aussehen. Zudem wurden in der Extended-Version die 3D-Optionen erweitert, es war nun möglich, dreidimensionale Objekte zu bemalen und zu animieren.
  • Im April 2010 wurde die Version CS5 veröffentlicht. Endlich gab es eine native Unterstützung für 64-Bit Mac OS X. Neu war das Inhaltssensitives Füllen, das eine Auswahl mit Mustern aus dem Hintergrund belegt. Weiter gab es nun das Formgitter: Ein solches Gitter bespannt eine Auswahl des Bildes und liefert Schnittpunkte, die man beliebig verzerren kann.
  • Mit der aktuellen Version Photoshop CS6 hat Adobe ein weiteres Mal die Oberfläche umgestaltet. Hinzugekommen ist eine Weichzeichnergalerie, nahtlose Muster lassen sich jetzt schnell und einfach erstellen. Andere Funktionen und Werkzeuge wurden überarbeitet und erweitert, eine genaue Beschreibung ist unter Photoshop Download zu finden.

Fazit

Wie alt ist jetzt Photoshop wirklich? Die Medien haben vor zwei Jahren den 20sten Geburtstag von Photoshop gefeiert – ich feiere jedoch jetzt den 25sten Geburtstag: Hätte nicht im Jahre 1987  Thomas Knoll sein Programm Display entwickelt, so gäbe es heute kein Photoshop. Und das ist immerhin schon 25 Jahre her!

Auch nach so vielen Jahren ist es immer noch spannend, welche Neuerungen ein Update von Photoshop bringt. War das Programm in den ersten Versionen lediglich auf die Retusche von Bildern ausgelegt, so hat sich das mächtige Tool mittlerweile fast schon zum Grafik-Allrounder entwickelt: Besonders sei hier die erweiterte Extended-Fassung zu nennen, mit der Video-Bearbeitung und das Erstellen von einfacheren 3D-Körpern möglich ist. Mit der nächsten Version, der CS7, wären wir dann nach alter Versions-Rechnung bei Photoshop 15, wieder eine runde Sache. Mal sehen, was sich bis dahin Adobe so alles ausgedacht hat.

Bildmaterial: www.webdesignerdepot.com

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung