CloudMagic: Eine Suche für alle Cloud-Speicherdienste

Lukas Funk 3

Wer in Schule, Studium oder Beruf häufig Daten über das Internet austauscht, kommt meist nicht umher, mehrere Online-Services parallel zu nutzen. Wenn aber Daten über Google Drive, Dropbox und Co. hinweg gelagert werden, verliert der Nutzer leicht die Übersicht. Die plattformübergreifende Cloud-Suche CloudMagic hilft, im Datenwirrwarr die richtigen Dateien zu finden, unabhängig vom jeweiligen Speicherort.

CloudMagic: Eine Suche für alle Cloud-Speicherdienste

Cloud-Speicher lösen dank ihrer schier unerschöpflichen Kapazitäten nach und nach externe Festplatten ab. Da sie sich auch wunderbar zur Kooperation für Schul-, Uni- oder berufliche Aufgaben vom heimischen Schreibtisch aus anbieten, verschiedene Nutzer aber verschiedene Services bevorzugen, tummeln sich in der Lesezeichenleiste des Browsers häufig gleich mehrere Dienste wie Box, Dropbox oder Google Drive. Sucht man dazu noch die passenden Konversationen auf Gmail, GMX oder Facebook, ist die Verwirrung komplett. Hier kommt CloudMagic ins Spiel:

Funktionsweise

Nachdem sich der Dienst vom Nutzer die Erlaubnis holt, sich in die diversen Cloud-Angebote einzuklinken, bietet CloudMagic umfassende Suchmöglichkeiten. So fördert beispielsweise eine einfache Suche nach dem Namen eines Projekts in Sekundenschnelle die eigentlichen Daten, E-Mail-Konversationen mit Kooperationspartnern und zugehörige Notizen zu Tage – dank plattformübergreifender Angebote für Android, iOS, Web und Chrome von überall zugänglich.

Installation und Einrichtung

Das Setup ist denkbar einfach: Nach der Installation der jeweiligen App oder dem Aufrufen der Website richtet man sich mit seiner E-Mail-Adresse ein kostenloses Konto ein. Danach muss CloudMagic lediglich mit den gewünschten Services verknüpft werden: Zur Zeit stehen Google Apps, Twitter, Facebook, Dropbox, Box, iCloud Mail, Mail.com, Exchange, Office 365, Evernote, Yahoo! Mail, AOL sowie Google Talk zur Verfügung. Pro Dienst können auch mehrere Accounts registriert werden.

Durch die serverseitige Indizierung der Inhalte der jeweiligen Dienste – CloudMagic speichert lediglich die Indizes, nicht die Daten selbst – ist dann das Durchsuchen aller Daten in Sekundenschnelle möglich. Ergebnisse werden in Kategorien wie E-Mails, Bilder oder Kontakte unterteilt dargestellt, können aber auch auf eine Kategorie beschränkt und nach Quelle gefiltert werden. Auch der Zugriff auf Dateien innerhalb von Services kann reguliert werden: Sollen Termine des Google-Kalenders nicht indiziert werden, entzieht man der App die Rechte dafür; Dateien auf Google Drive bleiben aber weiterhin auffindbar.

Sicherheit

Der Gedanke, einer einzigen App Zugang zu allen persönlichen Daten zu geben, könnte beim ein oder anderen Leser berechtigterweise für Sicherheitsbedenken sorgen. CloudMagic nutzt für den Zugriff auf Konten, soweit möglich das OAuth-Protokoll, erfährt also selbst die Account-Passwörter nicht. Weiterhin werden auf den Firmenservern lediglich indizierte Verweise auf die eigentlichen Daten gespeichert, nicht die Daten selbst. Und auch die Indizes werden laut AGB weder selbst gelesen noch an Dritte weiterverkauft. Löscht ein Benutzer seinen CloudMagic-Account, so werden auch sofort alle mit ihm assoziierten Daten gelöscht.

Fazit

CloudMagic erspart im Alltag viel Zeit und Aufwand. Das bekannte „wo lag das nochmal?“ wird man von Nutzern, die sich auf die unterstützten Services beschränken, in nächster Zukunft nicht mehr hören. Die Web-App und die unaufdringliche Integration in Gmail und Google Drive sorgen für zusätzlichen Komfort. Dennoch bleibt – trotz der positiven Datenschutzerklärung – ein mulmiges Restgefühl, einem Drittanbieter Zugang zu wichtigen Daten zu gewähren. Ob die Zeitersparnis dies wert ist, muss jeder Nutzer für sich entscheiden.

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